Zalando hat im dritten Quartal 2026 ein Bruttowarenvolumen von 4,5 Milliarden Euro erzielt, 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Konzernumsatz stieg um 5,1 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT legte um 10,6 Prozent auf 107 Millionen Euro zu, die Marge verbesserte sich von 3,2 auf 3,4 Prozent. Damit lag der Umsatz auch leicht über den Erwartungen der Analysten.
Der eigentliche Wachstumstreiber ist inzwischen jedoch das Geschäft mit anderen Unternehmen. Der B2B-Umsatz kletterte um knapp 28 Prozent auf 354 Millionen Euro. Das bereinigte EBIT der Sparte hat sich mit 42 Millionen Euro mehr als verdoppelt, die Marge stieg von 7,1 auf 11,9 Prozent. Dazu tragen unter anderem die Logistikplattform Zeos sowie die Softwareanbieter Scayle und Tradebyte bei. Neue Kunden sind unter anderem Lascana, LC Waikiki und Champion.
Deutlich verhaltener entwickelte sich das klassische Endkundengeschäft. Der B2C-Umsatz stieg lediglich um 2,8 Prozent auf 2,83 Milliarden Euro. Gleichzeitig wuchsen Partnergeschäft und Retail Media zweistellig. Mittlerweile entfallen 33,6 Prozent des B2C-Warenvolumens auf Partnerangebote. Zalando will diesen Anteil bis 2028 auf 40 bis 50 Prozent steigern und damit das kapitalärmere Plattformgeschäft weiter ausbauen. Die Zahl der aktiven Kunden erreichte mit 63,2 Millionen einen neuen Höchststand.
Mit „Zalando Extended“ geht der Konzern nun noch einen Schritt weiter. Künftig sollen auch Produkte aus externen Online-Shops in der Zalando-App angeboten werden, die Zalando selbst bislang nicht führt. Ab 2027 soll ein eigener KI-Agent Bestellung und Bezahlung bei den jeweiligen Händlern übernehmen, ohne dass der Kunde die Zalando-App verlassen muss. Als erster Pilotpartner ist Westwing dabei.
Die Integration von About You trägt ebenfalls zunehmend zum Ergebnis bei. Zalando beziffert die Synergien im dritten Quartal auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Allerdings zeigt sich der Umbau noch nicht überall im Ergebnis: Unter dem Strich verbuchte Zalando im Quartal einen Nettoverlust von 18 Millionen Euro nach einem Gewinn von 12,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Für das Gesamtjahr bestätigt Zalando seine Prognose. Umsatz und Bruttowarenvolumen sollen in der unteren Hälfte der Spanne von zwölf bis 17 Prozent wachsen. Beim bereinigten EBIT erwartet der Konzern weiterhin 680 bis 720 Millionen Euro.


























