Kybun Joya schließt seinen Shop im Hamel-Gebäude in Arbon zum Ende des Jahres 2026 und will den Standort verlegen. Nach Angaben des Unternehmens haben sich die Rahmenbedingungen in der Einkaufspassage in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Große Teile der Verkaufsflächen im Erdgeschoss stehen inzwischen leer.
Hinzu kommen nach Darstellung von Kybun Joya zunehmende Sicherheitsprobleme im Umfeld des Geschäfts. Vor allem in den Abendstunden hätten Mitarbeiter und Kunden wiederholt Situationen als unangenehm oder verunsichernd wahrgenommen. Nach dem Auszug von Coop Ende August habe sich die Situation nochmals verschärft. Gespräche mit dem Vermieter hätten zu keiner tragfähigen Lösung geführt.
Co-CEO Claudio Minder nennt darüber hinaus einen Umsatzrückgang von 35 Prozent innerhalb der vergangenen zwei Jahre. Der Standort war für das Unternehmen von besonderer Bedeutung: 2019 eröffnete Kybun Joya dort nach Angaben Minders seinen weltweit ersten gemeinsamen Shop. Das ursprünglich geplante Konzept einer Einkaufspassage mit Gesundheitsangeboten, Arztpraxen und Physiotherapie habe sich jedoch nicht wie erwartet entwickelt.
Ganz aus Arbon will sich das Unternehmen allerdings nicht zurückziehen. Kybun Joya prüft nach eigenen Angaben bereits alternative Standorte in der Umgebung. Wo der neue Shop eröffnen wird, steht bislang noch nicht fest.
Die Kybun Joya Group mit Sitz in Roggwil beschäftigt rund 250 Mitarbeiter. Zu ihr gehören die Marken Kybun, Joya und Kandahar, die in rund 40 Ländern angeboten werden. Produziert wird in der Schweiz, Italien und Indonesien.



























