Yue Yuen Industrial erwartet für die ersten neun Monate 2026 einen Gewinneinbruch von 50 bis 55 Prozent. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern einen Gewinn von knapp 279 Millionen US-Dollar erzielt. Bereits im ersten Halbjahr war das Ergebnis um 57,9 Prozent zurückgegangen.
Als Gründe nennt der Schuhhersteller unter anderem eine schwache Nachfrage und eine vorsichtigere Orderpolitik seiner Markenkunden. Angesichts von Konjunktur-, Zoll- und Inflationsrisiken würden Bestellungen zunehmend kurzfristiger platziert. Der Umsatz des Produktionsgeschäfts sank in den ersten neun Monaten um 3,8 Prozent.
Zusätzlich belasten höhere Löhne und Produktionskosten sowie eine ungleichmäßige Auslastung der Werke das Ergebnis. Yue Yuen verweist außerdem auf Belastungen durch die Beteiligung an Zollkosten. Eine teilweise Vorverlagerung von Aufträgen ins dritte Quartal habe die Entwicklung zwar verbessert, den Rückgang aber nicht vollständig ausgleichen können. Zuletzt zeigten sich allerdings erste Anzeichen einer Erholung: Im September stieg der Umsatz mit der Schuhproduktion gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,6 Prozent.
Yue Yuen gehört zur taiwanischen Pou-Chen-Gruppe und gilt als weltweit größter Hersteller von Sport-, Outdoor- und Freizeitschuhen für internationale Marken. Zu den Kunden zählen unter anderem Nike, Adidas, Asics, New Balance, Salomon, Crocs und Puma. Daneben betreibt der Konzern über seine Tochter Pou Sheng ein großes Sporthandelsgeschäft in China.


























