Die Frasers Group hat weitere 198.666 Aktien von Hugo Boss für rund 7,6 Millionen Euro erworben. Damit hält der britische Handelskonzern nun insgesamt rund 34,5 Millionen Aktien beziehungsweise 50,08 Prozent des Grundkapitals von Hugo Boss. Zuvor lag die Beteiligung bei knapp 48 Prozent.
Mit dem Überschreiten der 50-Prozent-Schwelle wird Hugo Boss künftig als Tochtergesellschaft von Frasers geführt. Ergebnisse, Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des deutschen Modekonzerns sollen entsprechend in den Konzernabschluss von Frasers einbezogen werden.
Frasers hatte im Juni ein rund zwei Milliarden Euro schweres Übernahmeangebot für Hugo Boss vorgelegt. Vorstand und Aufsichtsrat des Metzinger Unternehmens hatten den gebotenen Preis von 38 Euro je Aktie jedoch als finanziell unzureichend zurückgewiesen. Anschließend baute Frasers seine Beteiligung schrittweise weiter aus.
Der vor allem als Eigentümer von Sports Direct bekannte Konzern baut sein Premium- und Luxusgeschäft seit Jahren aus. Anfang Oktober bündelte Frasers seine Aktivitäten unter dem Dach „Frasers Group Luxury“. Dazu gehören die Luxuskette Flannels mit mehr als 80 Geschäften, der 2025 übernommene US-Händler The Webster sowie das 2026 erworbene britische Luxuskaufhaus Harvey Nichols. Darüber hinaus hält Frasers strategische Beteiligungen unter anderem an Mulberry und Burberry. Nach Unternehmensangaben erreicht das Luxusgeschäft inzwischen ein Volumen von mehr als einer Milliarde Pfund.
Die Mehrheitsübernahme von Hugo Boss ist damit Teil der Strategie, das Geschäft jenseits des Sportsegments weiter auszubauen. Frasers-CEO Michael Murray ist seit September zudem Vorsitzender des Aufsichtsrats von Hugo Boss.



























