Die Kaufkraft der Europäer steigt 2026 nominal um 4,4 Prozent. Nach Berechnungen von NielsenIQ stehen den Einwohnern der 42 untersuchten europäischen Länder durchschnittlich 21.153 Euro pro Kopf zur Verfügung. Deutschland kommt auf 31.193 Euro und liegt damit deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Gegenüber dem Vorjahr steigt die deutsche Kaufkraft nominal um fünf Prozent.
Deutlich anders sieht das Bild bei der Einzelhandelskaufkraft aus. Hier stehen den Verbrauchern in 25 untersuchten europäischen Ländern durchschnittlich 6.714 Euro pro Kopf für Einkäufe im Einzelhandel zur Verfügung. Deutschland erreicht lediglich 6.226 Euro und liegt damit rund sieben Prozent unter dem Durchschnitt. Im europäischen Ranking belegt Deutschland nur Platz 15, knapp vor Spanien und Italien.
An der Spitze der Einzelhandelskaufkraft stehen Luxemburg mit 12.518 Euro, die Schweiz mit 12.080 Euro und Dänemark mit 9.452 Euro pro Kopf. Österreich erreicht 8.712 Euro und liegt damit auf Rang sechs. Insgesamt verfügen die Verbraucher der 25 untersuchten Märkte über rund 3,5 Billionen Euro Einzelhandelskaufkraft.
Die Unterschiede erklären sich dadurch, dass die allgemeine Kaufkraft auch für Mieten, Versicherungen, Mobilität, Reisen und Dienstleistungen verwendet wird. Für Händler ist deshalb die Einzelhandelskaufkraft der aussagekräftigere Wert für das tatsächlich verfügbare Konsumpotenzial. Die NIQ-Werte sind nominal und nicht inflationsbereinigt.




























