Das Konsumklima in Deutschland stabilisiert sich auf niedrigem Niveau. Nach Angaben des Nürnberg Instituts für Marktentscheidungen (NIM) sinkt der Indikator für November um 0,2 Punkte auf -30,8 Punkte. Im Vormonat hatte er bei -30,6 Punkten gelegen, vor einem Jahr noch bei -22,5 Punkten. Die Konsumstimmung bleibt damit deutlich schwächer als im Herbst 2025.
Für den Einzelhandel besonders relevant: Die Anschaffungsneigung geht erneut zurück. Der Indikator verliert gut einen Punkt und fällt auf -11,9 Punkte. Gleichzeitig rechnen die Verbraucher wieder mit höheren Preisen. Die Inflationsrate war im September auf 3,3 Prozent gestiegen und hatte damit den höchsten Stand seit Dezember 2023 erreicht.
Deutlich positiver entwickeln sich dagegen die Konjunkturerwartungen. Sie steigen zum sechsten Mal in Folge und erreichen mit 2,1 Punkten erstmals seit Ausbruch des Irankriegs wieder einen positiven Wert. Die Verbraucher schätzen die weitere wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands damit zunehmend optimistischer ein.
Die Einkommenserwartungen bleiben allerdings schwach und sinken leicht auf -15,7 Punkte. Gleichzeitig geht die Sparneigung nach dem deutlichen Anstieg im Vormonat um 4,3 Punkte auf 17,2 Punkte zurück. Nach Einschätzung des NIM reicht die größere Zuversicht in die Gesamtwirtschaft bislang nicht aus, um die Kaufbereitschaft spürbar zu beleben.
Die aktuelle Erhebung basiert auf rund 2.000 Verbraucherinterviews, die zwischen dem 1. und 12. Oktober durchgeführt wurden. Das Konsumklima gilt als Frühindikator für die Entwicklung des privaten Konsums.



























