Neuer Standort soll bis zu 1.700 Arbeitsplätze schaffen
Mit dem Versand des ersten Pakets hat Zalando sein neues Logistikzentrum in Gießen offiziell in Betrieb genommen. Auf dem ehemaligen Gelände der US-Armee entsteht auf rund 130.000 Quadratmetern einer der größten Logistikstandorte der Region. Mittelfristig sollen dort bis zu 1.700 Arbeitsplätze entstehen.
Nach Angaben des Unternehmens wurden bislang rund 500 Mitarbeiter eingestellt. Bis zum Herbst soll die Beschäftigtenzahl zunächst auf 800 bis 900 Personen steigen. Der Standort wird schrittweise auf einen Zwei- und später Dreischichtbetrieb mit einer Sechs-Tage-Woche ausgebaut.
In der Stadt und der Region wird die Ansiedlung überwiegend positiv bewertet. Die Nutzung des bereits erschlossenen ehemaligen Militärgeländes wird auch aus ökologischer Sicht als sinnvoll angesehen, da keine zusätzlichen Flächen versiegelt werden mussten.
Kritik gibt es allerdings an den Begleitumständen der Eröffnung. Die Gewerkschaft Verdi verweist auf die geplante Schließung des Zalando-Standorts in Erfurt bis September 2026, an dem zeitweise rund 2.700 Menschen beschäftigt waren. Das Unternehmen begründet die Entscheidung mit veränderten Marktbedingungen und einer Neuausrichtung seines europäischen Logistiknetzwerks.
Staatliche Fördermittel wurden für den Standort Gießen nach Unternehmensangaben nicht in Anspruch genommen. Eigentümer der Immobilie ist die VGP-Gruppe, Zalando tritt als Mieter des neuen Logistikzentrums auf.








