Under Armour will seine laufende Neuausrichtung stärker auf Produktqualität, Vollpreisverkäufe und ein gestrafftes Sortiment konzentrieren. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 sank der Konzernumsatz um 3,2 Prozent auf rund 1,1 Milliarden US-Dollar. Besonders deutlich fiel der Rückgang im Schuhgeschäft aus: Die Footwear-Erlöse gingen um 7,7 Prozent auf 245,3 Millionen US-Dollar zurück.
CEO Kevin Plank kündigte an, künftig bewusst weniger Produkte anzubieten und dafür stärker auf Modelle mit klarer Positionierung und höheren Vollpreisanteilen zu setzen. „Wir werden deutlich mehr von deutlich weniger Produkten zu einem wesentlich höheren Vollverkaufspreis verkaufen“, erklärte Plank. Dafür reduziert Under Armour die Zahl der Artikel, strafft die Bestände und will die Abhängigkeit von Rabattaktionen verringern.
Im Schuhbereich setzt der Konzern unter anderem auf die Performance-Running-Schuhe sowie Modelle wie SlipSpeed. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit zwischen Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb enger werden. Nach Planks Einschätzung brauche der Kunde „nicht mehr Auswahl, sondern bessere Auswahl“.
Der Umbau ist auch eine Reaktion auf die länger anhaltende Schwäche des Footwear-Geschäfts. Bereits im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2025/26 waren die Schuhumsätze um 10,8 Prozent auf rund 1,08 Milliarden US-Dollar gefallen.



























