On bleibt auf Wachstumskurs. Der Schweizer Sportswear-Anbieter hat seinen Umsatz im zweiten Quartal 2026 um 13,5 Prozent auf 850,3 Millionen Schweizer Franken gesteigert. Währungsbereinigt erreichte das Plus sogar 21,6 Prozent. Gleichzeitig kehrte das Unternehmen deutlich in die Gewinnzone zurück: Unter dem Strich stand ein Gewinn von 105 Millionen Franken nach einem Verlust von 40,9 Millionen Franken im Vorjahresquartal.
Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft mit den Endverbrauchern. Der Direct-to-Consumer-Umsatz stieg um 26 Prozent auf 388,4 Millionen Franken. Im Wholesale-Geschäft fiel das Wachstum mit 4,8 Prozent auf 461,9 Millionen Franken deutlich moderater aus. On betont, den Sell-in an den Handel angesichts eines stark von Rabattaktionen geprägten Marktumfelds bewusst zu steuern, um die Vollpreisstrategie zu schützen.
Asien-Pazifik wächst um 43 Prozent
Regional legte Asien-Pazifik mit einem Umsatzplus von 43,1 Prozent auf 170,5 Millionen Franken am stärksten zu. Besonders Japan, Südkorea und Greater China sorgten für Wachstum. In der Region EMEA stiegen die Erlöse um 15,4 Prozent auf 228,2 Millionen Franken, in Amerika um 4,5 Prozent auf 451,6 Millionen Franken.
Schuhe bleiben mit 781,6 Millionen Franken die mit Abstand größte Produktkategorie und erzielten ein Plus von 10,9 Prozent. Deutlich schneller wächst On jedoch außerhalb des Footwear-Kerngeschäfts: Der Bekleidungsumsatz erhöhte sich um 47,7 Prozent auf 54,2 Millionen Franken, Accessoires legten um 88,3 Prozent auf 14,5 Millionen Franken zu.
Auch die Profitabilität entwickelte sich positiv. Die Bruttomarge erreichte 65,4 Prozent. CFO Frank Sluis sieht darin die Bestätigung für die konsequente Premiumstrategie. On werde „die Vollpreis-Integrität nicht zugunsten von Volumen aufs Spiel setzen“, erklärte der Finanzchef.
DTC soll Wholesale weiter übertreffen
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet On weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im niedrigen 20-Prozent-Bereich. Der ausgewiesene Umsatz soll zwischen 3,47 und 3,56 Milliarden Franken liegen. Im zweiten Halbjahr dürfte das DTC-Geschäft nach Einschätzung des Unternehmens deutlich stärker wachsen als der Wholesale-Kanal.
Parallel setzt On seine Expansion im eigenen Einzelhandel fort. Zuletzt eröffnete die Marke ihre ersten Stores in São Paulo, Kopenhagen und Macau. Weltweit betreibt On inzwischen mehr als 70 eigene Standorte. Eine zunehmend wichtige Zielgruppe sind jüngere Konsumenten: Kunden unter 34 Jahren machen nach Unternehmensangaben mittlerweile mehr als ein Drittel der Kundenbasis aus.




























