Schuhhersteller setzt auf neues Verpackungssystem zur Beschleunigung der Lieferprozesse
Der deutsche Schuhhersteller Rohde investiert 1,5 Millionen Euro in ein neues automatisiertes Verpackungssystem. Ziel der Maßnahme ist es, die Durchlaufzeiten zu verkürzen und die Time-to-Market zu verbessern.
Nach Angaben von CEO Renato Lo Presti soll die Investition die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken. Geschwindigkeit sei ein entscheidender Faktor im Markt, so Lo Presti. Das neue System übernimmt unter anderem das automatische Stapeln und Verpacken von Schuhkartons in Versandkartons und wählt dabei je nach Kartonlänge aus drei verschiedenen Größen.
Der Standort Schwalmstadt verarbeitet künftig deutlich höhere Volumina: Statt bislang rund 5.800 bis maximal 7.200 Kartons sollen künftig nahezu doppelt so viele Einheiten abgewickelt werden. Rohde beschäftigt rund 70 Mitarbeiter und ist Teil der italienischen Condor-Trade-Gruppe (Inblu).
Das Unternehmen plant bereits weitere Automatisierungsschritte, darunter den möglichen Einsatz eines anthropomorphen Roboters für nachgelagerte Verpackungsprozesse. Auch der Einsatz von KI wird geprüft, insbesondere zur Unterstützung administrativer und kreativer Tätigkeiten.
Rohde produziert jährlich rund 1,5 Millionen Paar Schuhe, überwiegend aus italienischem Leder, und erzielte 2025 einen Umsatz von 25,2 Millionen Euro (+7 Prozent). Für 2026 wird ein weiteres Wachstum von rund 4 Prozent erwartet, trotz rückläufiger US-Geschäfte infolge erhöhter Importzölle.








