Schwache Nachfrage und rückläufige Kundenfrequenzen belasten den italienischen Schuhhersteller
Der italienische Schuhhersteller Geox hat im ersten Quartal 2026 einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichnet. Die Erlöse sanken im Vergleich zum Vorjahr um 12,5 Prozent auf 165,3 Millionen Euro.
Besonders schwach entwickelte sich das Geschäft im Einzelhandel sowie im digitalen Vertrieb. Die Umsätze im Retail-Geschäft gingen um 8,1 Prozent zurück, während die Erlöse über digitale Kanäle um 23,8 Prozent sanken. Laut Unternehmen konnten positive Entwicklungen im eigenen Online-Shop die rückläufigen Bestellungen über Wholesale-Webplattformen und Marktplätze nicht ausgleichen.
Regional verzeichnete Geox vor allem in der DACH-Region, Frankreich sowie im Nahen Osten und Russland rückläufige Geschäfte. Der italienische Heimatmarkt entwickelte sich vergleichsweise stabil mit einem Umsatzminus von 4,6 Prozent.
Die Aktie von Geox reagierte nach Veröffentlichung der Quartalszahlen mit Kursverlusten. Gleichzeitig betonte das Unternehmen erzielte Kosteneinsparungen von rund 10 Millionen Euro im ersten Quartal. Zudem arbeitet Geox an einer strategischen Neuausrichtung mit Fokus auf Innovation, Produktentwicklung und Effizienzsteigerungen.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen weiterhin rückläufige Umsätze im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich. Die operative Marge (EBIT) soll dennoch zwischen 2 und 3 Prozent liegen. Zudem plant Geox, die Verschuldung weiter zu reduzieren.
CEO Francesco Di Giovanni verwies auf die anhaltend schwierigen Marktbedingungen, geopolitische Unsicherheiten und die schwache Konsumstimmung im Schuhhandel. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen neue Produktentwicklungen sowie eine Zusammenarbeit mit einem international renommierten Designstudio an.








