Traditionsmarke streicht weitere Stellen am Standort Caslano
Die Schweizer Luxusmarke Bally stellt die Schuhproduktion in der Schweiz ein. Die letzten 27 Produktionsmitarbeiter am Standort Caslano haben ihre Kündigungen erhalten. Nach dem Sommer sollen dort nur noch die Verwaltungsbüros mit rund 100 Beschäftigten bestehen bleiben.
Seit der Übernahme durch den US-Investor Regent LP im August 2024 wurde der Standort schrittweise verkleinert. Bereits zuvor hatte Bally zahlreiche Stellen in Caslano abgebaut, die italienische Tochtergesellschaft Bally Studio nahe Florenz geschlossen und die Aktivitäten der Bally Foundation eingestellt.
Nach Angaben der Gewerkschaft OCST wurde inzwischen ein Sozialplan vereinbart. Dieser sieht unter anderem drei Monate Kündigungsfrist sowie Abfindungen für die betroffenen Beschäftigten vor. Die letzten Schuhe sollen bis Ende August in Caslano produziert werden.
Vor zwei Jahren beschäftigte Bally am Standort noch rund 250 Mitarbeiter. Gewerkschaftsvertreter befürchten, dass künftig auch im Verwaltungsbereich weitere Stellen wegfallen könnten. Das Unternehmen selbst hat sich dazu bislang nicht öffentlich geäußert.








