Discounter mit rund 183 Filialen prüft Standorte
Die Mäc Geiz Handelsgesellschaft mbH hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Nach Angaben des Amtsgerichts Halle (Saale) will sich das Unternehmen damit neu aufstellen. Der Geschäftsbetrieb in den rund 183 Filialen in Deutschland soll zunächst unverändert weiterlaufen.
Die Kette war erst Ende Februar von der Kodi Beteiligungs GmbH übernommen worden, zu der auch der Wettbewerber Kodi gehört. Ziel der Übernahme war es, beide Marken im Non-Food-Discount-Segment zu stärken. Nun zeigt sich jedoch, dass die wirtschaftlichen Herausforderungen bei Mäc Geiz offenbar größer waren als erwartet.
Alle Standorte auf dem Prüfstand
Kern des Verfahrens ist eine umfassende Überprüfung aller Filialen. Welche Standorte langfristig erhalten bleiben, ist noch offen. Nach Unternehmensangaben hängt dies unter anderem von der wirtschaftlichen Tragfähigkeit einzelner Standorte sowie von den jeweiligen Miet- und Vertragsbedingungen ab. Filialschließungen gelten als wahrscheinlich.
Während der Sanierungsphase sollen die Filialen vorerst geöffnet bleiben. Beschäftigte erhalten für einen begrenzten Zeitraum Insolvenzgeld.
Gründe für die wirtschaftliche Schieflage
Als Ursachen für die aktuelle Situation nennt das Unternehmen mehrere Faktoren. Dazu zählen insbesondere die anhaltende Konsumzurückhaltung vieler Verbraucher angesichts hoher Lebenshaltungskosten sowie gestiegene Energie-, Miet- und Personalkosten. Diese Entwicklung belastet insbesondere Geschäftsmodelle im preisorientierten Non-Food-Segment.
Hinzu kommen Herausforderungen in der Lieferantenfinanzierung. Medienberichten zufolge liefen zuletzt Absicherungsmodelle aus, die bisher Forderungen gegenüber Lieferanten abgesichert hatten. Eine kurzfristige Alternative konnte offenbar nicht in ausreichendem Umfang geschaffen werden.
Der Fall reiht sich in eine Reihe von Umstrukturierungen im Non-Food-Discount ein. Während größere Anbieter wie Action oder Tedi in den vergangenen Jahren weiter gewachsen sind, geraten kleinere Ketten zunehmend unter Druck.








