ANWR Group steigert Geschäftsvolumen

Frank Schuffelen, CEO der ANWR Group eG
Frank Schuffelen, CEO der ANWR Group eG

Kooperation und Technologie prägen das Geschäftsjahr 2025

Die ANWR Group eG hat im Geschäftsjahr 2025 ein Geschäftsvolumen von 19,6 Milliarden Euro erzielt, was einem Plus von 1,5 Prozent entspricht. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 625,6 Millionen Euro, während das Ergebnis vor Steuern bei 7,1 Millionen Euro lag und damit leicht unter dem Vorjahresniveau blieb. Die angeschlossenen Handelsunternehmen erhielten zudem eine Rückvergütung in Höhe von rund 39 Millionen Euro, ein Anstieg von knapp 10 Prozent. Auf dieser Grundlage schlagen Vorstand und Aufsichtsrat erneut eine Dividende von 15 Prozent vor.

Datenbasierte Steuerung und KI im Fokus der Transformation

Im Mittelpunkt der strategischen Weiterentwicklung steht der verstärkte Einsatz digitaler Technologien. Die ANWR Group setzt dabei auf datenbasierte Analyseinstrumente und KI-gestützte Anwendungen, um den Handel effizienter zu gestalten.

Ein zentrales Werkzeug ist das HandelsCockpit, das betriebswirtschaftliche Kennzahlen mit Markt- und Branchendaten kombiniert. „Durch die datenbasierten Analysen ist es möglich, sich mit ähnlich strukturierten Händlern zu vergleichen, Optimierungspotenziale gezielt zu identifizieren und sich dabei auf das Kerngeschäft zu konzentrieren“, so CEO Frank Schuffelen.

Mit dem KI-gestützten Chatbot ANNI wird zudem ein System eingeführt, das Händlern den Zugriff auf unternehmensspezifische Informationen erleichtert. ANNI soll perspektivisch als zentrale Schnittstelle für die Unternehmenssteuerung dienen und wird schrittweise in die bestehenden Plattformen integriert.

Ausbau des Order- und Messestandorts Mainhausen

Mit der Eröffnung des O1 BrandCube wurde das Ordercenter am Standort Mainhausen im Jahr 2025 erweitert. Mittlerweile sind dort über 100 Marken vertreten. Der Standort entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Messe- und Orderhub für den europäischen Handel, an dem auch internationale Marken ihre Deutschland- oder Europazentralen ansiedeln. Ziel dieser Entwicklung ist es, laut Unternehmensangaben, die Effizienz im Handel zu steigern und gleichzeitig Entscheidungsgrundlagen stärker zu digitalisieren.

Die ANWR Group setzt ihre internationale Expansion fort und ist zuletzt in neue Märkte wie Dänemark, Italien und Polen eingetreten. Parallel dazu konnte die Kooperation weitere Händler gewinnen, darunter Globetrotter, Sport Schuster und BSTN in Deutschland sowie Biella Scarpe in Italien.

Gleichzeitig wurde die Organisationsstruktur weiter angepasst. So wurde unter anderem die ANWR Garant International auf die ANWR Group eG verschmolzen und die Zahl der Gesellschaften im Konzern reduziert. „Unsere Aufgabe ist es, die Attraktivität des Fachhandels langfristig zu sichern und gleichzeitig die Rentabilität unserer Händler nachhaltig zu stärken“, so Schuffelen. „Eine schlanke und leistungsstarke genossenschaftliche Struktur bietet dabei die notwendige Stabilität, um unternehmerische Eigenständigkeit mit der Stärke eines internationalen Netzwerks zu verbinden.“

Retail Beats entwickelt sich zur Plattform für den Handel

Mit Retail Beats baut die ANWR Group ihre Aktivitäten im Bereich Wissenstransfer und Branchendialog weiter aus. Aus einem Veranstaltungsformat ist eine ganzjährige Plattform entstanden, die verschiedene Formate bündelt:

• Retail Beats Academy für praxisorientierte Weiterbildung
• Retail Beats On Tour für Veranstaltungen in europäischen Innenstädten
• MoveBeyond Award als Startup-Wettbewerb zur Förderung von Innovationen
• Retail Beats Magazin mit Best Practices und Fachinhalten

Ziel ist es, Austausch und Kooperation zwischen Handel, Marken und Start-ups zu fördern.

Genossenschaftliche Struktur als wirtschaftliches Fundament

Die wirtschaftliche Stabilität der Gruppe wird maßgeblich durch die genossenschaftliche Struktur getragen. Ergänzend dazu bietet die konzerneigene DZB Bank GmbH Finanzierungslösungen wie Saisonlinien oder Förderprogramme für Investitionen an. Die ANWR Group versteht sich dabei weiterhin als Plattform für den mittelständischen Handel, die technologische Entwicklung, Finanzierung und Kooperation miteinander verbindet. Frank Schuffelen fasst den Ansatz zusammen: „Veränderung ist kein Moment, sondern ein Prozess. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir diesen Prozess aktiv gestalten und den Handel von morgen erfolgreich entwickeln.“

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