In Hamburg 3,5 Prozent mehr Entgelt über 24 Monate in zwei Stufen vorgeschlagen
In die Tarifrunde für den Einzelhandel kommt Bewegung. In Hamburg haben die Arbeitgeber ein neues Angebot vorgelegt, das angesichts der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als „bewusst moderat“ bezeichnet wird.
Über eine Laufzeit von 24 Monaten sieht der Vorschlag eine tabellenwirksame Entgeltsteigerung von insgesamt 3,5 Prozent in zwei Stufen vor. Nach sechs Nullmonaten sollen die Tarifentgelte im ersten Jahr um 2 Prozent steigen, im zweiten Jahr nach weiteren drei Nullmonaten um zusätzliche 1,5 Prozent.
Der Handelsverband Deutschland (Handelsverband Deutschland (HDE) verweist auf die angespannte Lage in der Branche. Tarifgeschäftsführer Steven Haarke spricht von der „schwersten Wirtschaftskrise seit 20 Jahren“. Die Konsumflaute, geopolitische Unsicherheiten und steigende Arbeitslosigkeit belasteten die Unternehmen erheblich. Seit 2022 seien im Einzelhandel bereits rund 73.000 Arbeitsplätze verloren gegangen.
Vor diesem Hintergrund müsse ein Tarifabschluss für die Unternehmen „in der gesamten Breite wirtschaftlich verkraftbar“ bleiben, um weitere Jobverluste zu vermeiden. Das aktuelle Angebot sei zugleich Ausdruck von Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten. Der Ball liege nun bei der Gewerkschaft Verdi, so der HDE.








