Verbraucher verklagen Sportmarke wegen ausbleibender Zoll-Erstattungen
Der US-Sportartikelhersteller Nike sieht sich mit einer Sammelklage von Verbrauchern konfrontiert. Die Kläger werfen dem Unternehmen vor, zollbedingte Preisaufschläge nicht an Kunden zurückzugeben, obwohl entsprechende Importzölle inzwischen aufgehoben wurden. Hintergrund ist eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA vom Februar, mit der weitreichende Zölle aus der Amtszeit von Donald Trump für unzulässig erklärt wurden.
Nike hatte zuvor erklärt, infolge der Zollpolitik rund eine Milliarde US-Dollar an zusätzlichen Importkosten getragen zu haben. Um die Belastungen auszugleichen, erhöhte der Konzern nach Angaben der Kläger die Preise für Schuhe um fünf bis zehn Dollar sowie für Bekleidung um zwei bis zehn Dollar. Nun argumentieren die Verbraucher, Nike könne nicht gleichzeitig höhere Verkaufspreise vereinnahmen und zusätzlich staatliche Zollrückerstattungen behalten.
Die Klage wurde beim Bundesgericht im US-Bundesstaat Oregon eingereicht. Nike äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Neben Nike sehen sich auch Unternehmen wie Costco und EssilorLuxottica ähnlichen Klagen ausgesetzt. Branchenbeobachter sehen in dem Verfahren einen möglichen Präzedenzfall für den Umgang mit zollbedingten Preisaufschlägen im internationalen Handel.








