Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts liefert erschreckende Ergebnisse
Der Einzelhandel steht zunehmend unter massivem wirtschaftlichem Druck: Nach einer aktuellen Ifo-Konjunkturumfrage sehen 8,1 Prozent der Unternehmen in Deutschland ihre wirtschaftliche Existenz gefährdet – im Handel insgesamt sind es 11,6 Prozent. Besonders betroffen ist der Einzelhandel selbst, wo bereits 17,4 Prozent der Betriebe ihre Fortführung infrage stellen – ein neuer Höchstwert.
„Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen. „Die Insolvenzzahlen dürften vor dem Hintergrund der geopolitischen Unsicherheit in den kommenden Monaten auf einem hohen Niveau bleiben.“
Als zentrale Belastungsfaktoren nennen die Unternehmen vor allem die schwache Nachfrage und anhaltende Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Hinzu kommen der wachsende Online-Handel sowie der zunehmende Wettbewerbsdruck durch internationale Billiganbieter.
Branchenübergreifend verschärfen zudem steigende Betriebs- und Energiekosten sowie eine hohe Bürokratielast die Situation. Viele Unternehmen berichten von Liquiditätsengpässen, ausgelöst durch ausbleibende Zahlungen oder Insolvenzen auf Kundenseite. „Die Krise überträgt sich entlang der Lieferketten“, so Wohlrabe.








