Das Konsumklima in Deutschland verharrt auf niedrigem Niveau. Allerdings zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Haushaltstypen. Nach einer aktuellen Auswertung des Nürnberg Instituts für Marktentscheidungen (NIM) steigt der Konsumklima-Indikator bei Familien für November um 10,5 Punkte auf minus 16,1 Punkte. Damit sind Familien derzeit die optimistischste Haushaltsgruppe.
Bei Singles und Paaren verschlechtert sich die Stimmung dagegen weiter. Der Indikator liegt bei Singles bei minus 39,1 Punkten und bei Paaren bei minus 41,8 Punkten. Am pessimistischsten bleiben Rentnerhaushalte mit minus 45,7 Punkten. Der Gesamtindikator sinkt leicht um 0,2 Punkte auf minus 30,8 Punkte.
Die bessere Stimmung bei Familien geht mit steigenden Einkommenserwartungen und einer höheren Anschaffungsneigung einher. Bei Singles und Paaren sind beide Werte dagegen rückläufig.
„Die anhaltend schwache Stimmung der übrigen Haushaltstypen deutet darauf hin, dass vielen Menschen die Bereitschaft für größere Anschaffungen fehlt“, erklärt NIM-Expertin Anja Bauer. Damit bleibe auch der Spielraum für einen konsumgetragenen wirtschaftlichen Aufschwung begrenzt.
Für den Einzelhandel sind die Ergebnisse ein gemischtes Signal: Während sich bei Familien eine höhere Kaufbereitschaft abzeichnet, bleibt die Konsumzurückhaltung in weiten Teilen der Bevölkerung bestehen.
Die Ergebnisse basieren auf rund 2.000 Verbraucherinterviews, die vom 1. bis 13. Oktober 2026 durchgeführt wurden.



























