Der Hoka- und Ugg-Mutterkonzern Deckers Brands hat seinen Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 um 3,5 Prozent auf 1,48 Milliarden US-Dollar gesteigert. Währungsbereinigt lag das Plus bei 2,8 Prozent. Damit erreichte das Unternehmen einen neuen Quartalsrekord.
Hoka blieb der stärkere Wachstumstreiber. Der Umsatz der Running-Marke erhöhte sich um 6,8 Prozent auf 677,2 Millionen US-Dollar. Ugg legte um 3,5 Prozent auf 786,4 Millionen Dollar zu. Deutlich stärker entwickelte sich weiterhin das internationale Geschäft, dessen Umsatz um 9 Prozent wuchs. Im Heimatmarkt USA ging der Umsatz dagegen leicht um 0,4 Prozent zurück.
Auch bei den Vertriebskanälen zeigt sich ein gemischtes Bild. Der Großhandelsumsatz stieg um 5,5 Prozent, während das Direct-to-Consumer-Geschäft um 1,8 Prozent zurückging. Auf vergleichbarer Basis lag das Minus im DTC-Geschäft sogar bei 6,4 Prozent. Damit hat sich die Entwicklung gegenüber dem ersten Quartal deutlich abgeschwächt, als Deckers im Direktgeschäft noch ein Plus von 13 Prozent gemeldet hatte.
Für das gesamte Geschäftsjahr bis Ende März 2027 wird Deckers nun vorsichtiger. Der Konzern erwartet einen Umsatz zwischen 5,70 und 5,725 Milliarden US-Dollar. Zuvor war das Unternehmen noch von 5,86 bis 5,91 Milliarden Dollar ausgegangen. Für Hoka rechnet Deckers jetzt nur noch mit einem Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich statt mit einem niedrigen zweistelligen Plus. Bei Ugg wurde die Prognose von einem mittleren auf einen niedrigen einstelligen Zuwachs reduziert.
Trotz der niedrigeren Umsatzprognose hob Deckers seine Gewinnprognose an. Dabei profitiert das Unternehmen allerdings auch von Rückerstattungen bereits gezahlter US-Zölle.
CEO Stefano Caroti verwies auf ein schwieriges Konsumumfeld. Deckers wolle in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres seine Ressourcen stärker auf die größten Wachstumschancen konzentrieren und zugleich Kosten und Marktsteuerung im Blick behalten. An der Börse kam die vorsichtigere Umsatzprognose zunächst schlecht an: Die Deckers-Aktie gab nachbörslich deutlich nach.


























