In Deutschland haben 2025 so viele Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit eingestellt wie seit fast 20 Jahren nicht mehr. Nach einer gemeinsamen Untersuchung von Creditreform und dem Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) wurden bundesweit rund 188.000 Unternehmen geschlossen – zehn Prozent mehr als im Vorjahr.
Auch der Handel verzeichnete einen deutlichen Anstieg. Rund 37.000 Handelsunternehmen gaben 2025 auf, acht Prozent mehr als 2024. Allerdings liegt die Zahl weiterhin deutlich unter dem Niveau der 2000er Jahre.

Bemerkenswert ist, dass längst nicht nur wirtschaftlich angeschlagene Betriebe betroffen sind. Nach Angaben der Studienautoren schließen zunehmend auch Unternehmen mit mittlerer oder guter Bonität. Als Gründe werden neben Wettbewerbsdruck und Fachkräftemangel auch fehlende Nachfolger genannt.
Nur rund 13 Prozent der Unternehmensschließungen gingen 2025 auf ein Insolvenzverfahren zurück. Bei eigentümergeführten Familienunternehmen entfielen inzwischen 29 Prozent der freiwilligen Schließungen auf Betriebe, deren Inhaber mindestens 65 Jahre alt waren.



























