Freitag, 2. Oktober 2026

Galeria erneut insolvent

Galeria-Filiale am Alexanderplatz
Galeria-Filiale am Alexanderplatz

Die 83 Filialen sollen vorerst geöffnet bleiben

Galeria ist erneut insolvent. Die Warenhauskette hat beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Der Geschäftsbetrieb in den bundesweit 83 verbliebenen Warenhäusern soll zunächst fortgeführt werden. Rund 12.000 Beschäftigte sind von der erneuten Krise betroffen.

Nach Angaben des Unternehmens soll der Insolvenzantrag den rechtlichen Rahmen schaffen, um die aktuelle Situation zu ordnen, Galeria zu stabilisieren und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Zukunft zu schaffen. Zu den konkreten Ursachen äußerte sich das Unternehmen zunächst nicht. Ob Filialen geschlossen werden müssen, ist derzeit ebenfalls offen.

Es ist bereits die vierte Insolvenz der Warenhauskette innerhalb von sechs Jahren. Galeria hatte 2020, 2022 und 2024 Insolvenzverfahren durchlaufen. Nach der letzten Insolvenz übernahmen im Sommer 2024 die US-Investmentgesellschaft NRDC und eine Beteiligungsgesellschaft des Unternehmers Bernd Beetz den Konzern. Damals wurden neun der 92 Warenhäuser geschlossen.

Anzeichen für neue finanzielle Schwierigkeiten hatte es bereits seit dem Frühjahr gegeben. Im April berichteten mehrere Vermieter über ausstehende Mietzahlungen. Im Juni sicherte sich Galeria eine Kreditlinie von bis zu 160 Millionen Euro beim US-Finanzierer Gordon Brothers. Ein erheblicher Teil davon soll nach Informationen des „Handelsblatts“ inzwischen für die Ablösung eines bestehenden Kredits und die Begleichung von Mietrückständen verwendet worden sein.

Gleichzeitig hat sich offenbar die Umsatzentwicklung deutlich verschlechtert. Nach Informationen des „Handelsblatts“ lagen die Erlöse im Juni, Juli und August jeweils rund 15 Prozent unter dem Vergleichswert; Ende September soll das Minus sogar rund 25 Prozent betragen haben. Galeria selbst hat diese Zahlen bislang nicht bestätigt.

Im Juli stellte Galeria zudem 33 Warenhäuser auf den Prüfstand und begann mit Vermietern über neue Konditionen zu verhandeln. Alle Standorte müssten nach Angaben des Unternehmens nachhaltig profitabel arbeiten.

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