Freitag, 2. Oktober 2026

Nike startet neues Sparprogramm

Nike-Store in Perth
Nike-Store in Perth

Sportartikelkonzern verzeichnet rückläufige Umsätze

Nike ist mit einem Umsatzrückgang in das neue Geschäftsjahr gestartet. Im ersten Quartal 2026/27, das am 31. August endete, erzielte der US-Sportartikelkonzern Erlöse von 11,2 Milliarden Dollar. Das waren vier Prozent weniger als im Vorjahr, währungsbereinigt betrug das Minus fünf Prozent. Belastend wirkten vor allem die Geschäfte in Greater China und EMEA, während Nordamerika zulegen konnte.

Deutlich schwächer als das Großhandelsgeschäft entwickelte sich der Direktvertrieb. Nike Direct verlor acht Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar, wobei die Digitalumsätze um 13 Prozent und die Erlöse der eigenen Stores um fünf Prozent zurückgingen. Der Wholesale-Umsatz sank dagegen lediglich um ein Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar. Converse verzeichnete in allen Regionen Rückgänge und setzte mit 263 Millionen Dollar 28 Prozent weniger um.

Bei der Profitabilität zeigte sich ein stabileres Bild. Die Bruttomarge verbesserte sich vor allem aufgrund niedrigerer Lager- und Logistikkosten um 0,6 Prozentpunkte auf 42,8 Prozent. Der Nettogewinn sank um zwei Prozent auf 700 Millionen Dollar. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten gingen um drei Prozent zurück.

Gleichzeitig kündigte Nike mit „Pace“ ein neues Transformationsprogramm an. Der Konzern will seine globale Lieferkette modernisieren, die Organisation auf drei geografische Regionen ausrichten und Strukturen weiter verschlanken. Zudem ist ein neuer Standort in Indien geplant, an dem konzernweite Kompetenzen gebündelt werden sollen. Das Programm baut auf dem im März 2026 angekündigten Kostensenkungsplan auf.

Bis zum Geschäftsjahr 2031 erwartet Nike durch „Pace“ kumulierte Einsparungen von rund 2,5 Milliarden Dollar. Dem stehen voraussichtlich Restrukturierungsaufwendungen von rund einer Milliarde Dollar gegenüber, vor allem im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Nike mit einem Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich.

CEO Elliott Hill sieht zugleich Fortschritte im Performance-Geschäft. Die Strategie „Sport Offense“ zeige messbare Erfolge, erklärte er. Weiteren Handlungsbedarf sieht der Konzern insbesondere bei Nike Sportswear, Jordan Brand und in Greater China.

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