Der insolvente Haushaltswaren-Discounter Kodi wird mit einem deutlich verkleinerten Filialnetz fortgeführt. Die neu gegründete Kodi Retail GmbH, hinter der eine internationale Investorengruppe steht, hat wesentliche Vermögenswerte der Kodi Handels GmbH übernommen. Dazu gehören Einrichtungen und Warenbestände von 100 Filialen. Über den Kaufpreis und weitere Vertragsdetails wurde Stillschweigen vereinbart.
Geschlossen werden dagegen 43 der zuletzt 144 Filialen sowie die bisherige Unternehmenszentrale in Oberhausen. Besonders stark betroffen ist Nordrhein-Westfalen mit 41 Schließungen. Rund 265 der knapp 1.200 Beschäftigten haben eine Kündigung erhalten. Für einen weiteren Standort steht die Entscheidung noch aus.
Die Marke Kodi soll erhalten bleiben. Die neue Kodi Retail GmbH wird von Rüdiger Grommes und Frank Tepaß geführt. Erst im September war die Fortführung von 69 Filialen gesichert, während für 56 Standorte noch nach Lösungen gesucht wurde.
Kodi hatte im Juli ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Als Gründe nannte das Unternehmen unter anderem die schwache Konsumstimmung, zunehmenden Wettbewerbsdruck durch digitale Geschäftsmodelle sowie hohe Energie-, Personal- und Mietkosten. Das Amtsgericht Halle hat das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung inzwischen eröffnet.




























