Die Frasers Group ist mit 8,78 Prozent bei Under Armour eingestiegen. Nach einer bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Mitteilung hält der britische Konzern rund 16,6 Millionen Class-A-Aktien des US-Sportartikelherstellers. Die Beteiligung überschritt demnach Ende September die meldepflichtige Schwelle.
Der Einstieg passt zur Beteiligungsstrategie von Frasers. Der Konzern hält unter anderem größere Anteile am britischen Modehändler Asos, an Debenhams Group, dem Elektronikhändler AO World, der Luxusmarke Mulberry sowie an THG und Marks Electrical. Zum Ende des Geschäftsjahres 2025/26 lagen die direkten Beteiligungen beispielsweise bei 37,1 Prozent an Mulberry, 26,7 Prozent an Debenhams Group, 25,1 Prozent an AO World und 23,3 Prozent an Asos.
Besonders weit gegangen ist Frasers inzwischen bei Hugo Boss. Nach einem freiwilligen Übernahmeangebot hält die Gruppe seit August rund 47,9 Prozent des Metzinger Modekonzerns. Frasers hatte seine Position über mehrere Jahre schrittweise aufgebaut und strebt inzwischen auch größeren Einfluss auf die Unternehmensführung an.
Auch im Sportbereich baut Frasers sein Engagement aus. Zuletzt hatte die Gruppe bereits eine Beteiligung an Puma erworben. Mit Under Armour kommt nun ein weiterer großer Sportartikelanbieter hinzu. Frasers ist zugleich Eigentümer von Sports Direct und damit einer der wichtigsten Sportartikelhändler Europas.
Der Einstieg erfolgt in einer schwierigen Phase für Under Armour. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 sank der Umsatz um drei Prozent auf 1,10 Milliarden Dollar. Das Schuhgeschäft gab um acht Prozent auf 245 Millionen Dollar nach. Besonders schwach entwickelte sich weiterhin der nordamerikanische Markt.



























