Der italienische Schuhhersteller Olip Italia hat einen wichtigen Schritt aus seiner finanziellen Krise geschafft. Das Gericht in Verona hat den vom Unternehmen vorgelegten Sanierungsplan im Rahmen eines „Concordato preventivo“ mit Fortführung des Geschäftsbetriebs bestätigt. Olip mit Sitz in Colà di Lazise bei Verona produziert Schuhe und ist Eigentümer der Marken A.S.98 und Mjus.
Die Schwierigkeiten des Unternehmens waren nach Angaben der an der Sanierung beteiligten Berater zunächst durch die Folgen der Corona-Pandemie und anschließend durch die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukrainekriegs ausgelöst worden. Aufgrund der starken internationalen Ausrichtung trafen Olip insbesondere Probleme auf wichtigen Auslandsmärkten sowie höhere Produktions-, Logistik- und Beschaffungskosten.
Der von der Mehrheit der Gläubigerklassen angenommene Sanierungsplan sieht die Fortführung des operativen Geschäfts sowie den Verkauf nicht strategischer Vermögenswerte vor. Die daraus erzielten Mittel sollen den Gläubigern zugutekommen. Zusätzlich wurden Kontrollmechanismen eingerichtet, mit denen die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung sowie die Umsetzung des Plans laufend überwacht werden sollen. Nach Angaben des Beratungsunternehmens Adacta sollen im Basisszenario insgesamt mehr als 21 Millionen Euro für die Gläubiger zur Verfügung stehen
Nach der finanziellen Neuordnung richtet Olip den Blick nun auf die nächste Unternehmensphase. Wie das italienische Branchenmedium La Conceria berichtet, sucht das Unternehmen einen neuen CEO, der die weitere Entwicklung führen soll.




























