Bei Galeria sind die nächsten Schritte im Insolvenzverfahren eingeleitet. Das Amtsgericht Düsseldorf hat dem Antrag der Warenhauskette entsprochen und Rechtsanwalt Frank Kebekus zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Kebekus war bereits als Sachwalter an den Galeria-Verfahren von 2020 und 2022 beteiligt.
Der Geschäftsbetrieb in den derzeit 83 Warenhäusern soll zunächst weiterlaufen. Ob Standorte geschlossen werden müssen, ist noch offen. Bereits im Juli hatte Galeria 33 Häuser auf den Prüfstand gestellt und mit Vermietern über neue Mietkonditionen verhandelt. Rund 12.000 Menschen sind derzeit bei dem Unternehmen beschäftigt.
Unklar ist zudem, ob die Beschäftigten erneut Insolvenzgeld erhalten können. Hintergrund ist, dass die Planüberwachung aus dem vorherigen Insolvenzverfahren vom Amtsgericht Essen bislang nicht aufgehoben wurde. Die Bundesagentur für Arbeit hatte bereits im Juni darauf hingewiesen, dass bei fortbestehender Planüberwachung ein erneuter Anspruch mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gegeben sei; der konkrete Fall müsse jedoch individuell geprüft werden.
Nach Informationen des Handelsblatts waren die Umsätze von Galeria zuletzt deutlich eingebrochen. Demnach sollen sie im Juni, Juli und August jeweils rund 15 Prozent und im September sogar rund 25 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen haben. Die erst im Juni vereinbarte Kreditlinie von bis zu 160 Millionen Euro sei zudem bereits zu einem großen Teil für die Ablösung eines Kredits und offene Mietzahlungen verwendet worden.



























