Unternehmen und Betriebsrat einigen sich auf außergerichtliche Verhandlungen
Im Streit um die geplante Schließung des Zalando-Logistikzentrums in Erfurt haben sich Unternehmen und Betriebsrat auf einen Vergleich geeinigt. Damit soll das laufende Gerichtsverfahren zunächst ausgesetzt und Raum für weitere Verhandlungen geschaffen werden.
Der Online-Modehändler Zalando plant, den Standort Ende September 2026 zu schließen. Rund 2.700 Beschäftigte wären davon betroffen. Sollte bis zum 20. Juni keine Einigung erzielt werden, soll eine Einigungsstelle eingerichtet werden, um über Interessenausgleich und Sozialplan zu verhandeln.
Das Erfurter Zentrum gilt als ältester Logistikstandort des Unternehmens und wurde 2012 eröffnet. Ursprünglich hatte Zalando dort Investitionen von bis zu 100 Millionen Euro sowie bis zu 1.000 neue Arbeitsplätze angekündigt.
Als Grund für die Schließung nennt das Unternehmen eine strategische Neuausrichtung des europaweiten Logistiknetzwerks nach der Übernahme von About You. Künftig sollen 14 Logistikzentren in sieben Ländern verbleiben.








