Die Sanierungsverfahren der Picard Lederwaren GmbH & Co. KG und der Picard Leathergoods Retail GmbH & Co. KG sind zum 1. September 2026 planmäßig vom Amtsgericht Offenbach am Main eröffnet worden. Der Geschäftsbetrieb beider Gesellschaften wird uneingeschränkt fortgeführt.
Nach Angaben von Geschäftsführer Martin Picard verlaufe die Restrukturierung nach Plan. Positiv habe sich zuletzt auch die Orderentwicklung gezeigt: Auf der gerade beendeten ILM in Offenbach seien mehr Aufträge eingegangen als im Vorjahr. Auch die beauftragten Restrukturierungsexperten sehen weiterhin gute Chancen für eine nachhaltige Sanierung.
Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten werden mit Eröffnung des Verfahrens wieder von den Unternehmen selbst getragen. Picard geht davon aus, die Sanierungsverfahren noch im Herbst 2026 abschließen zu können. Die Eigenverwaltung war Mitte Juni beantragt worden, nachdem das Unternehmen infolge der allgemeinen wirtschaftlichen Lage eine erhöhte Kaufzurückhaltung festgestellt hatte.
Picard beschäftigt insgesamt 90 Mitarbeiter. Die Marken-Stores an den Flughäfen Frankfurt und München sowie der Online-Shop bleiben geöffnet, Handelspartner werden weiterhin beliefert. Das 1928 gegründete Familienunternehmen produziert Lederwaren und Accessoires in Obertshausen, Bangladesch und der Ukraine.




























