Lascana setzt auf Sommerimpulse nach Umsatzdelle

Der neue Lascana-Store im Überseequartier in Hamburg
Der neue Lascana-Store im Überseequartier in Hamburg

Bademode, Beachwear und Schuhe sollen wieder für Wachstum sorgen

Der Modeanbieter Lascana🔗 blickt trotz eines rückläufigen Geschäftsjahres optimistisch auf die kommenden Monate. Mit einem weltweiten Markenumsatz von 541 Millionen Euro verzeichnete das zur Otto Group gehörende Unternehmen 2025/26 erstmals in seiner Geschichte einen Umsatzrückgang. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Minus von zwei Prozent. Dennoch handelte es sich um das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte.

Verantwortlich für den Rückgang war vor allem das USA-Geschäft, das infolge der Zollpolitik der US-Regierung sowie der Schließung wichtiger Vertriebskanäle deutlich an Umsatz verlor. Im deutschen Heimatmarkt konnte Lascana dagegen den Rekordumsatz des Vorjahres sogar leicht übertreffen.

Für das laufende Geschäftsjahr setzt das Unternehmen nun auf eine Trendwende. Entscheidende Bedeutung haben dabei die Sommermonate Juni und Juli, in denen die Nachfrage nach Bademode, Beachwear, Schuhen und weiteren sommerlichen Sortimenten traditionell ihren Höhepunkt erreicht. Bereits im April und Mai verzeichnete Lascana nach eigenen Angaben starke Umsatzzuwächse.

„Wir wissen, dass die entscheidenden Monate bei unseren sehr sommerlich ausgerichteten Sortimenten immer der Juni und Juli sind“, erklärt Unternehmensgründer Jens Fehnders. Sollten die Wetterbedingungen mitspielen, sei eine gute Umsatzentwicklung möglich. Unterstützt werde dies zudem durch die Neuausrichtung des USA-Geschäfts. Fehnders schließt daher auch einen neuen Umsatzrekord nicht aus.

Für die Schuhbranche interessant: Der Bereich Fashion und Schuhe blieb mit einem Umsatz von 203 Millionen Euro die stärkste Warengruppe des Unternehmens. Darüber hinaus testet Lascana sein erweitertes Store-Konzept, bei dem neben Lingerie und Bademode verstärkt Fashion- und Schuhsortimente präsentiert werden. Nach erfolgreichen Tests sollen entsprechende Flächen künftig an weiteren Standorten ausgebaut werden. Aktuell betreibt das Unternehmen 23 Filialen. Das Onlinegeschäft ist dennoch der mit Abstand größte Umsatzbringer von Lascana; ca. 85 Prozent aller weltweiten Umsätze werden in diesem Kanal erzielt.

Das Lizenzgeschäft bleibt kanalübergreifend eine tragende Säule von Lascana; rund 25 Prozent des Gesamtumsatzes werden mit Lizenzen erzielt. Mit 135 Millionen Euro weltweitem Jahresumsatz wurde das Rekordniveau des Vorjahres (137 Millionen Euro) nahezu erreicht. Die stärksten Lizenzmarken sind weiterhin s.Oliver (Wäsche und Bademode), Elbsand (Bademode und Schuhe) sowie Buffalo (alle Produktgruppen außer Schuhe).

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