Der Online-Modehändler Zalando setzt seinen Stellenabbau in Deutschland offenbar fort. Nach Informationen des Handelsblatts sollen in der Berliner Unternehmenszentrale rund 200 Arbeitsplätze wegfallen. Das Unternehmen bestätigte ein Freiwilligenprogramm mit einvernehmlichen Aufhebungsverträgen, äußerte sich jedoch weder zur Zahl der betroffenen Stellen noch zum Standort.
Zalando begründet die Maßnahmen mit dem Ziel, „agilere und zielgerichtete Strukturen“ zu schaffen, um schneller auf Marktveränderungen reagieren und weiteres Wachstum ermöglichen zu können. Die Aufhebungsverträge basieren nach Unternehmensangaben auf dem Prinzip der „doppelten Freiwilligkeit“ – sie kommen nur zustande, wenn sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer zustimmen.
Parallel treibt der DAX-Konzern den Aufbau eines neuen Standorts im rumänischen Bukarest voran. Das Büro soll Ende des Jahres eröffnen, bis zum ersten Quartal 2027 sind dort zunächst rund 60 Stellen geplant. Langfristig sollen ausgewählte Positionen und Prozesse aus den Bereichen Personalwesen und Finanzen nach Rumänien verlagert werden. Zalando betont jedoch, dass Berlin weiterhin Hauptsitz und strategisches Zentrum des Unternehmens bleibe.
Der aktuelle Stellenabbau reiht sich in eine Reihe weiterer Umstrukturierungen ein. Bereits im vergangenen Jahr hatte Zalando in Berlin rund 450 Arbeitsplätze im Zuge einer Neuorganisation des Kundenservice abgebaut. Zudem schließt das Unternehmen bis Ende September sein Logistikzentrum in Erfurt. Dort verlieren mehr als 2.100 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. Hintergrund ist die Neuausrichtung des europaweiten Logistiknetzes nach der Übernahme des Modehändlers About You.



























