BTE Clearing-Center auf neue Plattform umgestellt

Lars Voss (links) und Sönke Padberg
Lars Voss (links) und Sönke Padberg

Rund 4.000 Geschäfte tauschen über die EDI-Infrastruktur Daten aus

Das BTE Clearing-Center ist zum 1. Juli auf eine neue technische Plattform umgestellt worden. Den Betrieb und die weitere Entwicklung der zentralen Infrastruktur für den elektronischen Datenaustausch zwischen Handel und Lieferanten hat die PIM Service GmbH übernommen.

Das Clearing-Center verbindet Unternehmen aus dem Textil-, Schuh- und Lederwarenhandel mit Marken, Warenwirtschaftssystemen und technischen Dienstleistern. Über die Plattform werden unter anderem Artikelstammdaten, Bestellungen, Bestellbestätigungen, Lieferscheine, Rechnungen sowie Abverkaufs- und Bestandsdaten ausgetauscht.

Nach Angaben des BTE haben nahezu alle angeschlossenen Handelsunternehmen den Wechsel auf die neue Plattform vollzogen. Aktuell nutzen rund 4.000 Geschäfte das System und tauschen jährlich etwa 25 Millionen EDI-Nachrichten mit rund 600 Marken aus. Weitere Händler und Lieferanten sollen in Kürze angebunden werden.

„Der Start am 1. Juli 2026 ist voll geglückt. Die großen Anstrengungen der vergangenen zehn Monate haben sich ausgezahlt“, erklärt Lars Voss, Geschäftsführer der PIM Service GmbH. Gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen sei eine stabile und auf die künftigen Anforderungen des Handels ausgerichtete Lösung geschaffen worden.

Die PIM Service GmbH wurde aus dem Kreis von Handelsunternehmen gegründet. An der technischen Entwicklung der Plattform war zudem das Beratungsunternehmen Hachmeister + Partner beteiligt. Zu den Gesellschaftern aus dem Modehandel gehören Stackmann, L+T und Hagemeyer.

Im Mittelpunkt der Neuausrichtung steht eine höhere Qualität und Verfügbarkeit der Daten. Informationen auf Artikel-, Farb- und Größenebene gewinnen unter anderem für Warensteuerung, Reporting, automatische Nachversorgung, Prognosen, dynamische Preisgestaltung und KI-gestützte Anwendungen an Bedeutung. Vor allem im Multi-Label-Handel sollen einheitliche Datenformate eine schnellere und genauere Steuerung von Sortimenten, Lagerbeständen und Warenflüssen ermöglichen.

„Unser Anspruch war von Beginn an, gemeinsam mit der Praxis eine tragfähige Infrastruktur zu entwickeln und keine Lösung von oben zu verordnen“, sagt BTE-Geschäftsführer Sönke Padberg. Die weitgehend reibungslose Umstellung sei das Ergebnis der Zusammenarbeit mit Händlern, Lieferanten, Warenwirtschaftsanbietern und technischen Partnern.

Als nächste Schritte sind unter anderem ein verbessertes Monitoring der Datenströme, mehr Transparenz über die verwendeten Nachrichtenformate und zusätzliche Services für die angeschlossenen Unternehmen vorgesehen. Auch weitere Nachrichtenarten und Maßnahmen zur Verbesserung der Datenqualität werden geprüft. Das BTE Clearing-Center besteht seit 2001.

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