Discounter plant Schließung von rund 50 Filialen
Der Haushaltsdiscounter KODi hat beim Amtsgericht Halle (Saale) erneut ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht ordnete die vorläufige Eigenverwaltung an, sodass die Geschäftsführung das Unternehmen unter Aufsicht eines Sachwalters weiterführt.
Als Gründe für den zweiten Insolvenzantrag seit Ende 2024 nennt KODi die anhaltend schwache Konsumstimmung, den wachsenden Wettbewerbsdruck im Einzelhandel sowie hohe Energie-, Personal- und Mietkosten. Im Zuge der Restrukturierung sollen nach derzeitiger Planung rund 50 der bundesweit 150 Filialen geschlossen werden. Damit verbunden ist auch ein Stellenabbau.
Der Geschäftsbetrieb läuft zunächst an allen Standorten uneingeschränkt weiter. Welche der vor allem in Nordrhein-Westfalen ansässigen Filialen von den Schließungen betroffen sein werden, steht nach Unternehmensangaben noch nicht fest. Die Löhne und Gehälter der rund 1.200 Beschäftigten, davon 72 im Dienstleistungszentrum und 36 in der Logistik, sind für die Monate Juli bis September 2026 über das Insolvenzgeld gesichert.
KODi war bereits in der Vergangenheit in einem Sanierungsverfahren. Nach Angaben der Geschäftsführung haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seit dessen Abschluss jedoch deutlich verschlechtert. Ziel der erneuten Restrukturierung sei es, den Fortbestand des Unternehmens langfristig zu sichern.




























