Behörden leiten Ermittlungen gegen Unternehmensleitung ein
Bei einem Großbrand in einer Schuhfabrik im chinesischen Jinjiang sind mindestens 28 Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer brach am 9. Juli gegen Mittag Ortszeit im Erdgeschoss der Huiteng-Schuhfabrik in der Provinz Fujian aus und breitete sich innerhalb kurzer Zeit über das mehrstöckige Gebäude aus. Mehr als 200 Beschäftigte konnten in Sicherheit gebracht werden, die Rettungsarbeiten dauerten zunächst an.
Nach ersten Erkenntnissen entstand der Brand in einem Bereich, in dem leicht entzündliche Materialien und Klebstoffe für die Schuhproduktion gelagert wurden. Chinesische Medien berichten zudem, dass Fluchtwege und Treppenhäuser teilweise durch Produktionsmaterialien blockiert gewesen seien, was die Evakuierung erheblich erschwert habe.
Rund 180 Feuerwehrkräfte mit 35 Einsatzfahrzeugen sowie ein Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Auf Fernsehbildern waren dichte Rauchwolken und Beschäftigte zu sehen, die auf dem Dach des Fabrikgebäudes auf Rettung warteten. Die offenen Flammen konnten erst mehrere Stunden nach Ausbruch des Feuers unter Kontrolle gebracht werden.
Die chinesischen Behörden haben Ermittlungen zur Brandursache eingeleitet. Der Geschäftsführer des Unternehmens wurde festgenommen, zudem wurden die Bankkonten des Unternehmens eingefroren. Chinas Staatspräsident Xi Jinping ordnete eine umfassende Untersuchung an und kündigte an, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Jinjiang gilt als eines der weltweit wichtigsten Zentren der Schuhproduktion und wird häufig als „Schuhhauptstadt Chinas“ bezeichnet. Nach offiziellen Angaben wurden dort im vergangenen Jahr mehr als 1,2 Milliarden Paar Schuhe produziert – ein erheblicher Teil der chinesischen Sportschuhfertigung stammt aus der Region.








