Mehr als 30 Filialen könnten erhalten bleiben
Für die insolvente DEC Handelsgesellschaft mbH („Groschen Markt“) zeichnet sich eine Fortführung in Teilen ab. Der vom vorläufigen Insolvenzverwalter Olaf Spiekermann geführte Investorenprozess befindet sich nach Unternehmensangaben auf der Zielgeraden. Gespräche mit drei Interessenten aus dem deutschen Einzelhandel stehen kurz vor dem Abschluss.
Nach aktuellem Stand könnten mehr als 30 der insgesamt 41 Filialen weitergeführt werden. Damit wäre der Erhalt von rund drei Vierteln der Arbeitsplätze in den Filialen möglich. Derzeit beschäftigt das Unternehmen etwa 190 Mitarbeiter, davon rund 170 im Filialnetz in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg.
Eine vollständige Übernahme des Unternehmens oder der Marke ist bislang nicht in Sicht. Die potenziellen Investoren planen, die Standorte unter eigenen Namen und Konzepten weiterzuführen. Voraussetzung für die Übernahme einzelner Filialen ist zudem die Zustimmung der jeweiligen Vermieter, da die Flächen angemietet sind.
Das Amtsgericht Mühlhausen will das Insolvenzverfahren voraussichtlich zum 1. April 2026 eröffnen. Erst danach können Verträge mit Investoren abgeschlossen werden. Im Zuge der Neuausrichtung ist unmittelbar nach Verfahrenseröffnung ein Ausverkauf der bestehenden Warenbestände vorgesehen.
Die DEC Handelsgesellschaft mbH hatte im Dezember 2025 Insolvenz angemeldet. Als Ursachen gelten unter anderem Konsumzurückhaltung sowie zunehmender Wettbewerbsdruck durch den Onlinehandel.








