Humanic-Mutter jetzt unter slowenischer Eigentümerschaft
Die im Vorjahr angekündigte Übernahme des österreichischen Schuhhändlers Leder & Schuh, der Geschäfte unter den Namen Humanic und Shoe4You betreibt, ist nach der Genehmigung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden abgeschlossen. Käufer sind die slowenische Beteiligungsgesellschaft Advance Capital Partners sowie die Mass Group.
Mit dem Abschluss der Transaktion ist die Unternehmensgruppe nach eigenen Angaben in neun europäischen Märkten aktiv und zählt mit einem Jahresumsatz von über 400 Millionen Euro zu den zehn größten Schuhhändlern Europas. Leder & Schuh bleibt weiterhin eigenständig und behält seinen Hauptsitz in Graz. Zudem wurde im Zuge der Übernahme die Refinanzierung bestehender Bankverbindlichkeiten sichergestellt, um die finanzielle Stabilität langfristig zu stärken.
Die neue Eigentümerstruktur verbindet die Aktivitäten der beteiligten Unternehmen unter dem Dach der Muttergesellschaft Ponds. Für die kommenden Jahre sind Wachstumsschritte vorgesehen, insbesondere durch die Expansion im stationären Handel sowie den Ausbau des Onlinegeschäfts. In den nächsten fünf Jahren sollen rund 60 neue Filialen der Marken Humanic, Shoe4You, Mass und Skechers in mehreren europäischen Ländern eröffnet werden.
Sašo Apostolovski, Gründer und CEO der Mass Group, sieht in dem Abschluss der Transaktion einen strategischen Meilenstein: „Mit dem Abschluss der Übernahme beginnt unsere eigentliche Arbeit. Wir haben in Mittel- und Osteuropa große Ambitionen.“ Ziel sei es, die internationalen Erfahrungen der Gruppen zu bündeln und die Expansion in der Region voranzutreiben.
Auch die Unternehmensseite von Leder & Schuh bewertet die Partnerschaft als Chance für weiteres Wachstum. Armin Weger, CEO von Leder & Schuh, betont: „Die Partnerschaft stärkt die Basis des Unternehmens und eröffnet neue Wachstumschancen.“ Im Fokus stünden weiterhin Kundenorientierung und Innovation.
Laut Aleš Škerlak, Vorstandsvorsitzender von Advance Capital Partners, bildet die zusammengeführte Gruppe mit rund 2.300 Beschäftigten und knapp 290 Standorten eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung. Ziel sei es, die Marktposition auszubauen und mittelfristig einen Jahresumsatz von über 500 Millionen Euro zu erreichen.








