Restrukturierung nach Eigentümerwechsel trifft über 100 Mitarbeiter
Die Restrukturierung bei Hervis nimmt konkrete Formen an: Der österreichische Sporthändler wird 17 seiner derzeit 93 Filialen schließen. Von den Maßnahmen sind mehr als 100 Beschäftigte betroffen. Zudem sollen in der Unternehmenszentrale in Wals bei Salzburg rund 45 Stellen abgebaut werden. Damit setzt die neue Eigentümerstruktur erstmals umfangreiche Einschnitte im Filialnetz um.
Bereits nach der Übernahme durch die deutschen Investoren Sven Voth und Udo Schloemer Anfang des Jahres war angekündigt worden, sämtliche Standorte auf ihre Wirtschaftlichkeit zu überprüfen. Die neuen Eigentümer hatten damals erklärt, dass nicht rentable Filialen zur Disposition stünden. Nun folgt die Umsetzung dieser Pläne.
Die Schließungen sind Teil einer umfassenden Neuausrichtung des Unternehmens. Bereits im Frühjahr hatte Hervis sein gesamtes Auslandsgeschäft in Deutschland, Kroatien und Slowenien verkauft und den Fokus auf den österreichischen Markt gelegt. Ziel sei es, das Kerngeschäft zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern.
Hervis kämpft seit mehreren Jahren mit einem schwierigen Marktumfeld. Der Sporthändler verzeichnete zuletzt deutliche Verluste und hatte bereits in den vergangenen Jahren sein Filialnetz schrittweise reduziert. Nach Angaben des Unternehmens werden die betroffenen Standorte und Mitarbeitenden derzeit über die weiteren Schritte informiert.
Welche Filialen konkret geschlossen werden, wurde zunächst nicht vollständig bekanntgegeben.








