Die Verbraucherstimmun in Deutschland zeigt sich weiterhin schwach. Das Konsumklima verschlechtert sich nach den aktuellen Ergebnissen des NIM Konsumklimas powered by GfK für August leicht um 0,3 Punkte auf-29,6 Punkte. Damit verharrt der Stimmungsindikator auf einem niedrigen Niveau.
Belastend wirken vor allem die wieder eingetrübten Einkommenserwartungen sowie die gestiegene Sparneigung der Verbraucher. Die Einkommenserwartungen sanken im Juli um 2,3 Punkte auf -14,5 Punkte. Gleichzeitig legte die Sparneigung um 3,1 Punkte auf 17 Punkte zu und bleibt damit im langfristigen Vergleich außergewöhnlich hoch. Viele Haushalte halten es angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten weiterhin für sinnvoll, Geld zurückzulegen.
Positiv entwickelte sich hingegen die Anschaffungsneigung. Sie stieg um 3,5 Punkte auf -9,9 Punkte. Auch die Konjunkturerwartungen verbesserten sich zum dritten Mal in Folge und erreichten -6,3 Punkte. Trotz dieser leichten Aufhellung rechnet die Mehrheit der Verbraucher weiterhin mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in den kommenden zwölf Monaten.
Nach Einschätzung von Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM, bleibt die Verunsicherung der Verbraucher hoch. Zwar habe sich die Anschaffungsneigung etwas verbessert, insgesamt seien die Konsumenten jedoch weiterhin zurückhaltend. Die schwächeren Einkommensaussichten und die erneut gestiegene Sparneigung dämpften die Konsumbereitschaft.
Zudem haben sich die Inflationssorgen zuletzt wieder leicht verstärkt. Hintergrund sind unter anderem gestiegene Kraftstoffpreise nach dem Auslaufen des Tankrabatts Ende Juni. Der Indikator für die Preiserwartungen stieg um 0,8 Punkte auf -2,1 Punkte.




























