Die Düsseldorfer Schuhfachmesse Goodiez zieht nach ihrer vierten Ausgabe eine positive Bilanz. Am 30. und 31. August präsentierten sich auf zwei vollständig ausgebuchten Etagen mehr als 100 Kollektionen. Im Mittelpunkt standen vor allem italienische, spanische und portugiesische Marken mit ihren Neuheiten für Frühjahr/Sommer 2027. Neben Damen- und Herrenschuhen im mittleren und hochwertigen Segment gehörten auch Taschen, Accessoires und Bekleidung zum Angebot.
Nach Angaben der Veranstalter war die Messe an beiden Tagen von regem Besucherinteresse, zahlreichen Fachgesprächen und einer trotz des schwierigen Marktumfelds positiven Einkaufsstimmung geprägt. Händler reisten nicht nur aus der Region, sondern aus Nord-, Süd- und Ostdeutschland sowie aus der Schweiz und den Benelux-Ländern nach Düsseldorf.
„Wir sind mit dem Verlauf der Messe äußerst zufrieden. Die Stimmung war durchweg positiv und wir freuen uns sehr, dass wir der Branche hier in Düsseldorf eine offene, attraktive und vor allem sympathische Order- und Arbeitsplattform bieten können“, bilanziert Gudi Fokkens, die die Goodiez gemeinsam mit Andrea Ristow organisiert.

Persönliche Atmosphäre als Konzept
Ein wesentliches Merkmal der Goodiez ist nach Einschätzung zahlreicher Besucher der persönliche Charakter der Veranstaltung. Statt einer klassischen großflächigen Messesituation setzen die Organisatoren auf ein kompaktes Umfeld, kurze Wege und Möglichkeiten zum direkten Gespräch zwischen Handel und Industrie.
Marlise Messerli von der Schuhgalerie in Luzern bezeichnet die Veranstaltung als „sehr persönlich und einladend gestaltet“ und sieht darin sogar ein Vorbild für andere Messen. Rudi Berg von Berg Schuhe zum Leben in Trier hebt insbesondere die Arbeitsatmosphäre hervor: Sein Unternehmen vereinbare auf der Goodie feste Termine und nutze die Veranstaltung gezielt zum Ordern.
Auch Rob Callenfels von La Strada zeigt sich positiv überrascht und spricht von einer „sehr niveauvollen“ Veranstaltung mit einer besonderen Atmosphäre. Markus Roth von Cinque Shoes verweist zugleich auf die Weiterentwicklung des Formats: Die Goodiez sei größer geworden, zudem gebe es inzwischen auch auf der vierten Etage mehr interessante Marken.
Gerade der direkte Kontakt zu Entscheidern wird von Händlern als Vorteil gesehen. Katrin Kassedy vom Schuhhaus Kassedy in Oldenburg, die zum zweiten Mal auf der Messe war, lobt die kurzen Wege und die Möglichkeit, persönliche Gespräche direkt mit den Verantwortlichen der Marken zu führen.

Order und Inspiration
Neben der konkreten Order versteht sich die Goodiez als Plattform für Austausch und Inspiration. Händler, Hersteller und Branchenvertreter nutzten die beiden Messetage nach Angaben der Organisatoren, um bestehende Beziehungen zu pflegen, neue Kontakte aufzubauen und sich über die Lage im Handel auszutauschen. Themen der Gespräche waren unter anderem veränderte Kundenwünsche und die aktuellen Herausforderungen der Branche.
Dass die Veranstaltung nicht ausschließlich als reiner Ordertermin wahrgenommen wird, zeigt auch das Statement von Sandra und Mirko Tott von Yves in Essen. „Hier ist Leben. Hier ist was los“, fassen sie ihren Eindruck zusammen. Für sie gehöre es dazu, sich zu bewegen und „auch mal über den Tellerrand“ zu schauen. Patrick Hermanns vom Schuhhaus Hermanns in Aachen lobt wiederum eine „gelungene Veranstaltung mit viel Liebe zum Detail“.
Eva Koschik von Eva K. in Dortmund hebt die kompakte Struktur der Messe hervor. Auch die unkomplizierte Anreise trage dazu bei, dass sich in Düsseldorf gut arbeiten und ordern lasse. Für Rainer Kraus von Nero Giardini ist zudem die geografische Bedeutung des Standorts ein Argument. Kunden kämen gerne nach Düsseldorf, insbesondere Händler aus Regionen nördlich von Frankfurt seien auf der Veranstaltung vertreten. Für Aussteller eröffne die Messe gleichzeitig Chancen, neue Kunden zu gewinnen.
Verbindung zur Kaiserswerther Straße
Ein weiterer Faktor ist die Nähe der Gooduiez zu den zahlreichen Showrooms rund um die Kaiserswerther Straße. Britta Görtz vom Schuhhaus Meyer in Lübbecke sieht darin die Möglichkeit, Synergien zu nutzen und Messebesuch und Showroom-Termine miteinander zu verbinden. Sie lobt zudem den offenen Charakter und den Markenmix der Veranstaltung.
Ähnlich äußert sich Walter Breuer von Högl. Die Goodiez biete ein attraktives Umfeld, um hochwertige Schuhe zu präsentieren. Auch die zentrale Lage und die fußläufige Entfernung zu den Showrooms an der Kaiserswerther Straße würden von den Kunden geschätzt.
Diese Verknüpfung könnte künftig noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Veranstalterin Gudi Fokkens kann sich vorstellen, die Synergien mit den Showrooms weiter auszubauen. Dabei wolle die Goodiez gleichzeitig an ihrem Community-Gedanken und der offenen Atmosphäre festhalten, die das Format von anderen Veranstaltungen unterscheiden sollen.
Alternative zu anderen Messeterminen
Für einzelne Händler entwickelt sich Düsseldorf offenbar bereits zu einem relevanten Bestandteil der Saisonplanung. Annette Tiefel von Mücke Schuhe in Scheßlitz berichtet, dass ihr Unternehmen gezielt zur Goodie gefahren sei, um dort mehrere Ordertermine wahrzunehmen. Einen Besuch der Messe in Mailand werde man sich deshalb dieses Mal sparen.
Andreas Neuhaus von Andi’s Schuhwelt in Brühl hebt neben dem Angebot insbesondere den persönlichen Service hervor. Aussteller und Besucher würden individuell betreut, außerdem seien die Räumlichkeiten gut für die Order geeignet. Carsten Obermayer von Schuh Neumann in Hannover lobt vor allem das offene Ambiente sowie die helle und freundliche Gestaltung.
Die nächste Goodiez findet vom 28. Februar bis 1. März 2027 in Düsseldorf statt. Dann werden die Kollektionen für Herbst/Winter 2027/28 präsentiert.




























