Galeria weiter mit Mietrückständen

Galeria-Filiale am Berliner Alexanderplatz
Galeria-Filiale am Berliner Alexanderplatz

Mehrere Vermieter beklagen weiterhin ausstehende Mieten

Die Warenhauskette Galeria gerät erneut wegen ausstehender Mietzahlungen in die Schlagzeilen. Mehrere Vermieter beklagen, dass Mieten für einzelne Standorte weiterhin nicht oder nur teilweise beglichen werden. Besonders betroffen ist die Filiale am Berliner Alexanderplatz.

Wie der Immobilienbesitzer Commerz Real mitteilte, seien die Mieten für März und April bislang nicht vollständig gezahlt worden. Auch die Mai-Miete stehe noch aus. Gleichzeitig forderte der Vermieter die Eigentümer von Galeria auf, stärker in die Modernisierung der Warenhäuser zu investieren und notwendige Instandhaltungsmaßnahmen voranzutreiben. Erst im Februar hatten sich beide Seiten auf eine Verlängerung der Nutzungsvereinbarung für den Berliner Standort bis Ende März 2027 verständigt.

Auch andere Vermieter berichten von ausbleibenden Mietzahlungen. Galeria selbst wollte sich zu laufenden Verhandlungen nicht äußern, wies die Vorwürfe jedoch nicht zurück. Bereits im Frühjahr hatte das Unternehmen erklärt, aufgrund von Liquiditätsschwankungen um Stundungen gebeten zu haben. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen führt Galeria derzeit Gespräche über die Aufnahme eines neuen Großkredits.

Für den Warenhauskonzern bleibt die Lage damit angespannt. Galeria beschäftigt rund 12.000 Mitarbeiter und betreibt aktuell 83 Standorte. Gleichzeitig steht das Filialnetz erneut auf dem Prüfstand. Bereits im März kündigte das Unternehmen an, die Mietverträge von acht Warenhäusern neu verhandeln zu wollen. Schließungen seien nicht ausgeschlossen. Betroffen sind Standorte in Berlin, München, Köln, Mannheim, Braunschweig und Aschaffenburg.

Galeria hatte Anfang 2024 zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren Insolvenz angemeldet. Nach der Übernahme durch die US-Investmentgesellschaft NRDC und eine Beteiligungsgesellschaft des Unternehmers Bernd Beetz sollte der Warenhauskonzern neu aufgestellt werden. Die aktuellen Diskussionen um Mietrückstände zeigen jedoch, dass die wirtschaftliche Stabilisierung weiterhin eine große Herausforderung bleibt.

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