Restrukturierungskosten und steuerliche Belastungen belasten Sportartikelhersteller
Under Armour hat im Geschäftsjahr 2026 trotz verbesserter operativer Kennzahlen einen deutlich höheren Nettoverlust verzeichnet. Belastet wurde das Ergebnis vor allem durch Restrukturierungsmaßnahmen und steuerbezogene Sonderkosten. Der Nettoverlust weitete sich von 201 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf 496 Millionen US-Dollar aus. Darin enthalten sind Restrukturierungskosten in Höhe von 128 Millionen US-Dollar sowie eine steuerliche Wertberichtigung von 247 Millionen US-Dollar.
Der Umsatz sank im Gesamtjahr um 4 Prozent auf 5,0 Milliarden US-Dollar. Bereinigt um Sondereffekte erzielte das Unternehmen jedoch einen Nettogewinn von 50 Millionen US-Dollar.
CEO Kevin Plank erklärte, der Konzern arbeite weiter an der Neuausrichtung des Geschäftsmodells und an einer stärkeren operativen Disziplin. In den vergangenen zwei Jahren habe man strukturelle und makroökonomische Herausforderungen aktiv adressiert und gleichzeitig die Produktstrategie geschärft.
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres lag der Umsatz mit 1,2 Milliarden US-Dollar leicht unter dem Vorjahresniveau. Während die Erlöse in Nordamerika um 7 Prozent zurückgingen, konnte das internationale Geschäft zulegen. Besonders stark entwickelten sich die Regionen Asien-Pazifik und Lateinamerika.
Die Bruttomarge verschlechterte sich im Quartal von 46,7 auf 42,0 Prozent. Gründe dafür waren höhere Zölle, steigende Produktkosten und ein schwieriges Preisumfeld. Positiv entwickelte sich dagegen das operative Ergebnis: Der operative Verlust reduzierte sich von 72 auf 34 Millionen US-Dollar. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Under Armour einen leichten Umsatzrückgang.








