Stagnierende Umsätze, schwaches China-Geschäft und Einbruch bei Converse
Der US-Sportartikelhersteller Nike kommt bei seiner strategischen Neuausrichtung voran, hat die Trendwende jedoch noch nicht vollständig erreicht. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 konnte das Unternehmen die Erwartungen der Analysten übertreffen – trotz anhaltender Schwächen im wichtigen Markt China und deutlicher Rückgänge bei der Tochtermarke Converse.
Der Umsatz lag mit 11,3 Milliarden US-Dollar auf Vorjahresniveau, währungsbereinigt entspricht dies jedoch einem Minus von drei Prozent. Der Nettogewinn sank deutlich um 35 Prozent auf 520 Millionen US-Dollar.
Regionale Schwächen bremsen Wachstum
Ein differenzierter Blick auf die Geschäftsbereiche zeigt ein gemischtes Bild: Während Nordamerika Wachstum verzeichnete, belasteten rückläufige Umsätze in der Region EMEA sowie in China die Gesamtentwicklung. Insgesamt erzielte die Marke Nike im Quartal Erlöse von 11 Milliarden US-Dollar, ein leichtes Plus von einem Prozent.
Der Direktvertrieb entwickelte sich hingegen rückläufig. Die Umsätze sanken um vier Prozent auf 4,5 Milliarden US-Dollar. Besonders das digitale Geschäft schwächelte mit einem Minus von neun Prozent, während auch die eigenen Filialen ein Umsatzminus von fünf Prozent verbuchten.
Positiv entwickelte sich dagegen das Wholesale-Geschäft, das im Zuge der strategischen Neuausrichtung wieder stärker in den Fokus rückt. Hier legte Nike um fünf Prozent auf 6,5 Milliarden US-Dollar zu.
Deutlicher Einbruch bei Converse
Sorgen bereitet weiterhin die Entwicklung von Converse: Die Umsätze der Marke brachen im dritten Quartal um 35 Prozent auf 264 Millionen US-Dollar ein – ein Rückgang, der sich über alle Regionen hinweg zeigt.
Nach Produktkategorien entwickelte sich das Footwear-Segment positiv und wuchs um sechs Prozent. Dagegen verzeichnete das Apparel-Geschäft einen Rückgang von zwei Prozent.
Die Kosten erhöhten sich im Quartal um drei Prozent auf 2,9 Milliarden US-Dollar. Belastend wirkten unter anderem Abfindungszahlungen im Zuge von Umstrukturierungen sowie negative Währungseffekte.
Vorstand und Management betonen jedoch die Fortschritte im Transformationsprozess. CEO Elliott Hill sieht das Unternehmen auf dem richtigen Weg: Man habe im dritten Quartal „bedeutende Maßnahmen zur Verbesserung von Qualität und Stabilität des Geschäfts“ umgesetzt. Gleichzeitig machte er deutlich, dass der Umbau noch nicht abgeschlossen ist: „Die Arbeit ist noch nicht beendet, aber die Richtung ist klar.“








