Nicht alle Vermieter gewähren Stundung der Mietzahlungen
Die Warenhauskette Galeria steht erneut unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Trotz erster Fortschritte nach der Insolvenz 2024 verschärfen sich aktuell die Anzeichen einer angespannten Liquiditätslage.
Zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit hat Galeria nun einen Kredit über rund 10 Millionen Euro von Minderheitsgesellschafter Bain Capital erhalten. Damit sollen kurzfristige Liquiditätsschwankungen abgefedert werden. Gleichzeitig zeigt sich, dass die finanzielle Situation weiterhin volatil ist. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Investor Bain Capital einen Kredit gewährt. „Die Liquiditätslage zeigt harte Schwankungen“, sagte Galeria-Geschäftsführer Tilo Hellenbock.
Zentraler Belastungsfaktor bleiben die hohen Mietkosten. Galeria hatte alle Vermieter um Stundung von Mieten gebeten. Die Mietzahlungen, die eigentlich im März und April fällig gewesen wären, sollten in den Herbst verschoben werden, heißt es. Dies sei jedoch nicht von allen Vermietern akzeptiert worden.
Weitere Filialschließungen möglich
Die Zukunft von mindestens acht Warenhäusern ist derzeit offen. Sollten die Verhandlungen über neue Mietkonditionen scheitern, könnten weitere Standorte geschlossen werden. Bereits im Zuge der letzten Restrukturierung waren Filialen reduziert worden; aktuell betreibt Galeria noch rund 83 Häuser mit etwa 12.000 Beschäftigten. Zusätzliche Unruhe kommt aus dem Unternehmen selbst: Der Gesamtbetriebsrat fordert mehr Transparenz von der Geschäftsführung und kritisiert die Kommunikation zur wirtschaftlichen Lage.








