Mitbewerber und Verbände sehen Swissness-Label in Gefahr
Nachdem die Zürcher Schuhmarke On bereits grünes Licht erhalten hatte, ihre Produkte mit einem Schweizerkreuz zu kennzeichnen, sorgen die Reaktionen aus der Branche und Verbänden für Aufsehen. Das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) hatte entschieden, dass On das Kreuz nutzen darf, wenn es in Verbindung mit den Begriffen „Swiss“ und „Engineering“ erscheint.
Schärfste Kritik aus der Schuhbranche
Roberto Martullo, CEO von Künzli, spricht von einer „Lex On“ und kündigt an, alle juristischen Mittel ausschöpfen zu wollen, um eine Abwertung des „Swiss made“-Labels zu verhindern. Claudio Minder von Kybun-Joya betont, dass seine Schuhe in Sennwald nach Schweizer Richtlinien und zu Schweizer Kosten gefertigt werden. Für ihn verwandle sich das Schweizerkreuz zunehmend in ein Marketing-Label und verliere an Glaubwürdigkeit.
Auch andere Branchenvertreter zeigen sich irritiert: Christopher Bitterli von Uhrenhersteller Grovana kritisiert, dass die Kennzeichnung bei On-Schuhen aus Vietnam möglich sei, während bei Uhren strikte Montagevorgaben gelten.








