Konsumklima unter Druck

Iran-Krieg belastet Verbraucherstimmung deutlich

Die geopolitischen Spannungen rund um den Iran-Krieg hinterlassen spürbare Spuren im Konsumklima in Deutschland. Wie die aktuellen Ergebnisse des NIM Konsumklimas powered by GfK zeigen, verschlechtert sich die Stimmung der Verbraucher deutlich: Für April 2026 wird ein Rückgang auf -28,0 Punkte prognostiziert – ein Minus von 3,2 Punkten gegenüber dem revidierten März-Wert von -24,8 Punkten.

Einkommenserwartungen brechen ein

Besonders deutlich zeigt sich die Verunsicherung bei den Einkommenserwartungen. Nachdem diese zu Jahresbeginn noch im positiven Bereich lagen, stürzen sie im März um 12,6 Punkte ab und rutschen mit -6,3 Punkten wieder ins Minus. Hauptursachen sind die zunehmenden Inflationsängste sowie die deutlich gestiegenen Energiepreise infolge des Konflikts. Gleichzeitig trüben sich auch die Konjunkturerwartungen ein, was die pessimistische Einschätzung zusätzlich verstärkt.

Kauflaune bislang stabil – Sparneigung bleibt hoch

Noch zeigen sich die Verbraucher bei ihrem tatsächlichen Verhalten vergleichsweise stabil: Die Anschaffungsneigung gibt nur moderat nach und liegt aktuell bei -10,9 Punkten. Auch die Sparneigung verharrt nach einem Höchststand im Februar mit 18,5 Punkten auf einem sehr hohen Niveau.

„Mit dem Rückgang auf -28 Punkte zeigt sich eine spürbare Eintrübung des Konsumklimas“, erklärt Rolf Bürkl. „Zwar reagieren Anschaffungs- und Sparneigung derzeit noch verhalten, doch die Erwartung steigender Energiepreise und einer erneuten Inflationsdynamik belastet die Stimmung erheblich.“

Inflationssorgen prägen die Wahrnehmung

Eine begleitende Studie des Instituts unterstreicht die wachsende Verunsicherung: Rund 60 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass die Preise für Öl, Gas und Kraftstoffe dauerhaft hoch bleiben werden. Diese Erwartung wirkt sich unmittelbar negativ auf die Konsumstimmung aus.

Darüber hinaus zeigt sich ein tiefgreifender Vertrauensverlust in die wirtschaftliche Stabilität: Mehr als 90 Prozent der Befragten, die eine deutliche Verschlechterung ihrer Einkommenssituation erwarten, rechnen damit, dass die globale Unsicherheit infolge des Konflikts langfristig zunimmt.

Konjunkturerwartungen deutlich gedämpft

Auch die Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung leidet: Der Indikator für die Konjunkturerwartungen verliert 11,2 Punkte und sinkt auf -6,9 Zähler. Ein ähnlich niedriger Wert wurde zuletzt Ende 2022 gemessen. Viele Verbraucher befürchten, dass der ohnehin fragile Aufschwung der deutschen Wirtschaft durch eine anhaltende Eskalation des Konflikts empfindlich gebremst werden könnte.

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