Die Tarifverhandlungen für die rund 240.000 Beschäftigten im hessischen Einzel- und Versandhandel kommen weiter nicht voran. Auch die fünfte Verhandlungsrunde am 24. und 25. August endete ohne Einigung. Die Tarifauseinandersetzung läuft damit bereits seit Ende April.
Knackpunkt ist nach Angaben der Gewerkschaft Verdi vor allem die Bezahlung der unteren Entgeltgruppen. Verdi fordert Mindestentgeltsätze, um insbesondere Beschäftigte mit niedrigen Einkommen stärker zu entlasten. Die Arbeitgeber hätten einer solchen Regelung bislang nicht zugestimmt.
Verdi fordert für die Beschäftigten monatlich 250 Euro mehr sowie 150 Euro zusätzlich für Auszubildende je Ausbildungsjahr bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Das zuletzt bekannte Arbeitgeberangebot sah 2,4 Prozent mehr Geld nach sechs Nullmonaten sowie weitere 2,0 Prozent im zweiten Jahr nach drei zusätzlichen Nullmonaten vor. Die Gewerkschaft hatte dieses Angebot als unzureichend zurückgewiesen.
Ein neuer Verhandlungstermin steht bislang nicht fest. Verdi kündigte an, den Druck im Tarifkonflikt weiter aufrechtzuerhalten.



























