Birkenstock baut Produktion weiter aus

Birkenstock-Modelle (Foto: Birkenstock)
Birkenstock-Modelle (Foto: Birkenstock)

Neue Kapazitäten in Deutschland und Portugal

Birkenstock treibt den Ausbau seines europäischen Produktionsnetzwerks weiter voran. Der Schuhhersteller investiert in zusätzliche Kapazitäten an mehreren Standorten in Deutschland sowie in Portugal. Nach Angaben des Unternehmens liegen die Projekte im Zeitplan und sollen die Grundlage für ein jährliches Mengenwachstum von rund zehn Prozent schaffen.

Im Mittelpunkt stehen die deutschen Produktionsstandorte Wittichenau und Görlitz sowie Arouca in Portugal. Wie Finanzvorstand Ivica Krolo bei der Vorstellung der jüngsten Geschäftszahlen erklärte, komme der Ausbau des gesamten Produktionsnetzwerks wie geplant voran. Das Programm ist Teil der bis 2027 angelegten Wachstumsstrategie des Unternehmens.

In Deutschland soll bereits im Geschäftsjahr 2026 ein Werk mit zusätzlichen Kapazitäten ausgestattet werden. Für 2027 ist die Modernisierung beziehungsweise Umrüstung eines weiteren Standorts vorgesehen. Zudem hält Birkenstock die Möglichkeit für einen weiteren Ausbau in Deutschland offen. Auch das Werk im portugiesischen Arouca soll erweitert werden und ab dem Geschäftsjahr 2027 zusätzliche Kapazitäten bereitstellen.

Produktion bleibt weitgehend in eigener Hand

Birkenstock hatte bereits 2024 angekündigt, seine Produktionskapazitäten innerhalb von drei Jahren deutlich auszubauen. Dabei hält das Unternehmen an seiner vergleichsweise ungewöhnlichen Fertigungsstrategie fest: Während große Teile der internationalen Schuhindustrie seit Jahrzehnten auf externe Produktionspartner in Asien setzen, fertigt Birkenstock seine Produkte überwiegend in eigenen europäischen Werken.

Sämtliche Fußbetten werden weiterhin in Deutschland hergestellt. Auch der Großteil der Endmontage erfolgt hierzulande, die übrige Fertigung findet innerhalb der Europäischen Union statt. Ergänzende Komponenten kommen unter anderem aus Portugal. Nach Unternehmensangaben soll die vertikal integrierte Produktion neben der Qualitätskontrolle auch die Widerstandsfähigkeit gegenüber Störungen in den Lieferketten erhöhen.

Parallel zur Produktion baut Birkenstock seine Logistikstruktur um. Vorgesehen ist eine stärkere Bündelung der Lagerkapazitäten in größeren Distributionszentren, um Direktlieferungen an Stores in Europa und Amerika und perspektivisch auch im asiatisch-pazifischen Raum effizienter abzuwickeln. Für die Region Asien-Pazifik prüft das Unternehmen zudem einen regionalen Logistik-Hub.

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