Dick’s Sporting Goods bekommt die schwierige Lage im internationalen Sneaker- und Sportschuhhandel zu spüren. Im zweiten Quartal gingen die vergleichbaren Umsätze der im vergangenen Jahr übernommenen Foot-Locker-Sparte um 3,6 Prozent zurück. Das Kerngeschäft von Dick’s entwickelte sich dagegen deutlich besser und legte auf vergleichbarer Basis um 4,9 Prozent zu.
Als Belastungsfaktoren nennt der US-Konzern ein zunehmend von Rabatten geprägtes Marktumfeld sowie eine geringere Zahl wichtiger Schuh-Neueinführungen. Foot Locker sei davon besonders betroffen, weil der Händler stärker von klassischen Sneaker-Silhouetten, Retro-Produkten und großen Footwear-Launches abhängig sei. Auch das internationale Foot-Locker-Geschäft in Europa und Asien-Pazifik entwickelte sich rückläufig.
Dick’s Sporting Goods hatte Foot Locker im September 2025 für rund 2,5 Milliarden Dollar übernommen. Zum Konzern gehören damit neben Foot Locker unter anderem Kids Foot Locker, Champs Sports, WSS und Atmos.
Zusätzliche Aussagen des Managements verdeutlichen die schwierige Lage im Sneaker-Markt. Executive Chairman Ed Stack spricht von einem „Footwear Hangover“ und sieht insbesondere bei etablierten Sneaker-Silhouetten ein Überangebot. Gleichzeitig fehle es derzeit an ausreichend starken Produktneuheiten, die neue Nachfrage auslösen könnten. Hohe Lagerbestände und eine schwächere Nachfrage führen deshalb zu verstärkten Preisnachlässen. Dieses Umfeld trifft Foot Locker besonders stark, da der Händler einen großen Teil seines Geschäfts mit Schuhen und klassischen Sneaker-Modellen erwirtschaftet.




























