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Modehandel wächst dank schwacher Vorgaben

118 Prozent Plus im ersten Quartal im Bekleidungs-, Schuh- und Lederwarenhandel

Der Modeeinzelhandel in Deutschland hat seinen Umsatz im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, legte der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren in den ersten drei Monaten um 118 Prozent zu. Dieser extreme Anstieg liegt darin begründet, dass im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie strengere Zugangsbeschränkungen zu Einzelhandelsgeschäften galten.

Im Monat März allein hat sich die Entwicklung bereits abgeschwächt. Der Umsatzanstieg im Modehandel betrug nur noch 39 Prozent. Gegenüber dem Vormonat Februar gab es sogar ein deutliches Minus von 8,4 Prozent.

Insgesamt haben die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland im ersten Quartal kalender- und saisonbereinigt real (preisbereinigt) 3,0 Prozent und nominal (nicht preisbereinigt) 7,6 Prozent mehr umgesetzt als in den ersten drei Monaten 2021. Die Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen spiegelt die hohen Preissteigerungen im Einzelhandel wider. Der Internet- und Versandhandel verbuchte im ersten Quartal 2022 ein Umsatzminus von real 10,7 und nominal 7,8 Prozent.

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