Verband sieht gute Ansätze, mahnt aber Tempo an
Der BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren bewertet das von der Bundesregierung vorgestellte Programm für Aufschwung und Beschäftigung grundsätzlich positiv. Das Maßnahmenpaket enthalte wichtige Ansätze zur Entlastung von Unternehmen und Verbrauchern. Nun komme es darauf an, die angekündigten Reformen zügig umzusetzen und den mittelständischen Modehandel wirksam zu entlasten.
BTE-Präsident Mark Rauschen begrüßt insbesondere die geplante Einkommensteuerentlastung ab 2027 sowie den angekündigten Bürokratieabbau. Nach Ansicht des Verbandes könnten beide Maßnahmen die Konsumkraft stärken und Unternehmen entlasten. Gleichzeitig weist der BTE darauf hin, dass steuerliche Impulse erst mit zeitlicher Verzögerung wirken und vielen Händlern angesichts aktueller Liquiditäts- und Margenprobleme kurzfristig kaum helfen.
Positiv bewertet der Verband zudem die Pläne zum Abbau von Berichtspflichten und Dokumentationsauflagen. Ziel müsse es sein, den bürokratischen Aufwand für Unternehmen spürbar zu reduzieren, damit mehr Ressourcen für Kunden, Mitarbeiter und die Weiterentwicklung der Geschäfte zur Verfügung stehen.
Kritisch sieht der BTE dagegen die geplante Erhöhung des Pauschalsteuersatzes für Minijobs von zwei auf fünf Prozent. Dies würde die Arbeitskosten im Einzelhandel weiter erhöhen, obwohl Minijobs insbesondere zur Abdeckung von Nachfragespitzen eine wichtige Rolle spielten.
Auch die vorgesehenen Sonntagsöffnungen bewertet der Verband als unzureichend. Dass längere Öffnungszeiten lediglich für Bäckereien, Konditoreien und Bibliotheken vorgesehen seien, werde der Bedeutung des stationären Textil-, Schuh- und Lederwarenhandels für die Belebung der Innenstädte nicht gerecht.
Der BTE fordert die Bundesregierung und den Bundestag daher auf, die angekündigten Maßnahmen schnell, praxisnah und mit messbarer Entlastungswirkung umzusetzen.








