Die italienische Schuhindustrie registriert nach einer längeren Schwächephase erste Anzeichen einer Erholung. Wie Giovanna Ceolini, Präsidentin von Assocalzaturifici und Micam, zum Auftakt der Mailänder Schuhmesse erklärte, entwickelten sich in den vergangenen Monaten vor allem wichtige europäische Absatzmärkte wieder positiver. Von Januar bis Mai 2026 legten die italienischen Schuhexporte nach Frankreich und Spanien im Wert zu.
Besonders auffällig ist die Entwicklung in China: Die Ausfuhren italienischer Schuhe stiegen dort in den ersten fünf Monaten mengenmäßig um 42 Prozent. Das ist eine deutliche Trendwende, nachdem China 2025 noch zu den großen Sorgenkindern der Branche gehört hatte. Damals waren die italienischen Schuhexporte nach China im Wert um 23,4 Prozent eingebrochen.
Von einer nachhaltigen Erholung will Ceolini allerdings noch nicht sprechen. Die Nachfrage bleibe in vielen Märkten verhalten, während geopolitische Unsicherheiten und handelspolitische Risiken die exportorientierte Branche belasteten. Schon für 2026 hatte der Verband deshalb lediglich mit einer Übergangsphase gerechnet; eine stabilere Erholung wurde bislang eher für 2027 erwartet.




























